Eclipse Flux: eine Brücke in die Zukunft der Softwareentwicklung

Zwischen Desktop und Cloud

Martin Lippert
©iStockphoto.com/polygraphus

Eine ausgereifte und mit reichlich Funktionen gefüllte Desktop-IDE ist aus dem Entwicklungsalltag nicht hinwegzudenken. Das war nicht immer so – und könnte sich in ein paar Jahren auch wieder ändern. Cloud-basierte Entwicklungswerkzeuge stecken zwar noch in den Kinderschuhen, könnten aber in einigen Jahren herkömmliche Desktop-IDEs für viele Aufgaben ablösen. Um diesen Schritt so einfach wie möglich zu gestalten, wird im neuen Projekt Eclipse Flux Technologie entwickelt, die bestehende Desktop-IDEs und Cloud-basierte Entwicklungswerkzeuge verbindet und zeigt, wie zukünftige Cloud-IDEs implementiert werden können.

Wer könnte sich heute noch vorstellen, ohne eine umfangreiche IDE schnell und effizient Software zu entwickeln? Ich nicht. Die umfangreiche Unterstützung beispielsweise für die Entwicklung mit Java ist einfach viel zu nützlich, um auf sie verzichten zu können oder zu wollen. Allein Content Assist, Auto Completion und automatisierte Refactorings sind aus dem Alltag eines Entwicklers nicht mehr hinwegzudenken – ganz zu schweigen von der direkten Integration von Unit Testing in die Entwicklungsumgebung, um nur einige wenige Features zu nennen, die eine gute IDE unentbehrlich machen. Und was sollte sich daran schon ändern?
Beobachtet man, wie sich die Entwicklung von Anwendungen in den vergangenen Jahren verändert hat, stellt man schnell fest, dass viele etablierte Technologien in Frage gestellt und durch neuartige Technologien und Projekte ersetzt wurden. Viele Anwendungen laufen nicht mehr „einfach nur“ auf einem Anwendungsserver, sondern werden in Cloud-Umgebungen betrieben, um mit größeren Datenmengen umgehen zu können, mehr Komfort zu bieten, und/oder ausfallsicherer zu sein. Firmen wie Google, Facebook, Twitter, Netflix und viele andere zeigen eindrucksvoll, wie moderne Anwendungen in Cloud-basierten Umgebungen implementiert und betrieben werden können und was diese Anwendungen dann in der Lage sind zu leisten.
Im Vergleich dazu kommen die existierenden Desktop-IDEs wie Dinosaurier aus einer vergangenen Zeit daher. Man kann sich die Frage stellen, wieso Google das gesamte Internet in 100 ms durchsuchen kann, meine IDE aber mehrere Sekunden braucht, um eine Typhierarchie zu öffnen oder herauszufinden, wie die Call-Hierarchie einer bestimmten Methode genau aussieht. Zugegeben, der Vergleich ist nicht ganz fair. Aber er regt zum Nachdenken an – mich zumindest.

(Den vollständigen Artikel finden Sie im Eclipse Magazin 4.2014)

Geschrieben von
Martin Lippert
Martin Lippert
Martin Lippert ist Lead der Spring-Tool-Suite-Entwicklung und arbeitet bei Pivotal (im SpringSource-Team) mit einem internationalen Team an Entwicklungswerkzeugen rund um Spring- und Cloud-Techniken. Als Mitgründer der it-agile GmbH gilt er zudem als Spezialist für agile Softwareentwicklung.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: