Zerstört starker Regen die Daten in der Cloud?

Hartmut Schlosser

Wir haben es alle schon 1000 Mal gehört: Der Trend geht hin zur Cloud. Doch hat anscheinend noch niemand die Frage gestellt: Was passiert mit den ganzen schönen in die Cloud ausgelagerten Daten, wenn es stark regnet?

Doch – die Frage wurde tatsächlich gestellt, und zwar von einem hochrangigen indischen Regierungsmitglied. Er überzeugt in dem unten stehenden Video den sichtlich beeindruckten TV Reporter von der folgenden Problematik:

  • Der PC verbindet sich mit der Wolke im Himmel
  • Dann beginnt es zu regnen
  • Die Wolke löst sich dabei auf
  • Genauso müssen sich dann also auch die in der Wolke gespeicherten Daten auflösen

Eine scharfsinnige Argumentation, die die Sicherheitsbedenken gegenüber Cloud Computing endlich einmal auf den Punkt bringt.

Doch im Ernst: Tatsächlich zeigen Umfragen, dass die Mehrheit der PC-Anwender Cloud Computing mit der physischen Wolke in Verbindung bringen. Cloud-Anbieter Citrix hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die nahelegt, dass das Konzept von Cloud Computing den meisten Usern völlig unklar ist.

95 Prozent der befragten US-Amerikaner, die dachten, niemals Cloud Services zu nutzen, tun dies in Wirklichkeit doch. 51 Prozent bejahten die Frage, ob stürmisches Wetter sich negativ auf Cloud Computing auswirken könnte. Allerdings sahen auch 68 Prozent der Befragten nach einer Belehrung die Vorteile des Cloud Computing sofort ein.

Als Ergebnis der Studie zieht Citrix-Marketing-Leiter Kim DeCarlis das Fazit, dass Cloud Computing zwar in der aktuellen Mainstream-Kultur Fuß gefasst hat, allerdings noch eine breite Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität besteht.

Für viele ist die Wolke offenbar noch ein bloßes Trend-Wort – die Idee dahinter indes noch undurchdrungen.

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Hartmut Schlosser
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