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Licht ins Dunkel

Wie Tech helfen kann das Trump-Netzwerk zu entwirren

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Ekaphon maneechot

Seit letzten Freitag ist es Fakt: Donald Trump ist der 45. amerikanische Präsident. Er beginnt sein Amt mit einem riesigen Netzwerk an Unternehmen, Investitionen und Verbandelungen. Deswegen haben Journalisten des Nachrichtenportals Buzzfeed Daten zum Trump-Netzwerk zusammengetragen. Das Ergebnis umfasst über 1.700 Personen und Unternehmen. Michael Hunger von neo4j hat die hauseigene Graphendatenbank genutzt, um das Datenknäuel zu entwirren.

Die von den Journalisten zusammengetragenen Daten sind öffentlich als Google Spreadsheet zugänglich. Jede Reihe repräsentiert die Verbindung zwischen einer Person und einer Organisation, einer Person zu einer anderen Person oder zwischen zwei Organisationen. Die Buzzfeed-Journalisten bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe das Netzwerk zu erweitern und neue Verbindungen aufzuzeigen. Wer Informationen hat, kann ihnen eine Mail an trump@buzzfeed.com schicken. Die Daten liegen auch auf GitHub.

Michael Hunger von neo4j hat die Daten für ein Experiment genutzt, um die Verbindungen in der Trumpwelt sichtbar zu machen, ähnlich wie es es investigative Journalisten auch mit den Panama Papers gemacht haben. In einem Blogpost beschreibt er wie man die Daten in die Graphendatenbank importiert und durchsuchbar macht.

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Das Trump-Netzwerk aus Personen und Unternehmen in seiner ganzen Pracht (Quelle: neo4j)

Mit einfachen Suchanfragen lässt sich das Datengewühl darauf hin durchsuchen, welche Unternehmen am häufigsten miteinander vernetzt sind, wer alles mit Jared Kushner (Trumps Schwiegersohn) zu tun hat und welche Banken involviert sind. Auch die Frage, über wie viele Ecken Trump Vladimir Putin kennt, lässt sich beantworten. Dabei tauchen einige der Nominierten für die Trump-Regierung auf.

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Der kürzeste Weg von Trump zu Putin hat eine Lücke. Tillerson ist aber Trumps Favorit für den Posten des Außenministers. Diese Information fehlt noch im Datenset (Quelle: neo4j)

Michael Hunger will weiter an seiner Datenanalyse arbeiten. Wer ihn unterstützen möchte, kann sich per Mail melden. Seinen neo4j-Import findet man auch auf GitHub. Inspiriert von Michaels Post hat Linkurious die Daten ebenfalls in ihr Visualisierungstool eingespeist, um zu sehen welche Verbindungen auftauchen.

TrumpWorld ist nicht das einzige Projekt, das versucht Licht in das Leben und Wirken von Donald Trump zu werfen. In einem kollaborativen Projekt haben sich unter anderem die Huffington Post und Mashable zusammengetan, um Trumps Wahlversprechen nachzuverfolgen: der Trumptracker.

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
Kommentare
  1. Reiner2017-01-27 12:46:00

    Auf Politik verzichte ich hier recht gerne.

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