Wie Google sich beinahe mit Sun geeinigt hätte

Lukasz Konieczny

Ein neues Dokument offenbart, wie nahe Google und Sun Microsystems daran waren, um sich für einer Kooperation wegen Android zu einigen. Letzen Endes scheiterte es an der Frage über die Kontrolle der mobilen Plattform.

Google soll bereit gewesen sein, 28 Millionen Dollar an Sun für 2.000 Java-Patente und eine Zusammenarbeit für Android zu bezahlen, wie ein Dokument auf Scribd zeigt. Sun hätte im Gegenzug zudem auf einige Patente von Google zurückgreifen können. Beide Unternehmen konnten sich jedoch nicht einigen, wie Android weiter zu entwickeln sei. Google strebte offenbar ein weitaus offeneres Modell als Sun an, berichtet PC World.  

Bekanntermaßen sind die Patente von Sun nun im Besitz von Oracle, dass Google wegen der Verwendung dieser Patente bei Android verklagt hatte. Auch wenn ein Richter eine außergerichtliche Lösung nahegelegt hat, konnten sich beide Parteien bisher nicht einigen. Am 31. Oktober findet die nächste richterliche Anhörung statt.

Beide Unternehmen haben bereits ihre Gerichtsunterlagen veröffentlicht, wie Florian Müller von FOSS Patents angibt. Oracle wirft Google darin vor, von Java zu profitieren und durch die Fragmentierung der Plattform auch noch zu schaden. Google wiederum sieht eine einstweilige Verfügung als nicht gerechtfertigt an, wenn überhaupt Schaden durch eine mögliche Patentverletzung für Oracle entsanden sein soll, dann maximal in Höhe von etwa 50 Millionen Dollar, so das Unternehmen aus Mountain View.

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Lukasz Konieczny
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