Webframework Phoenix erreicht erste Hauptversion

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Anita Ponne

Das in der funktionalen, nebenläufigen Allzweck-Programmiersprache Elixir geschriebene Webframework Phoenix dient dem Bau von HTML5-Apps, API-Backends und verteilten Systemen. Die Entwickler versprechen ein produktives Tooling und eine schnelle Laufzeit.

Nach rund anderthalb Jahren Arbeit und 30 Releases hat Phoenix seine erste Hauptversion erreicht. Das Webframework wird bereits von mehreren Unternehmen, darunter dem weltweit zweitgrößten Sportmagazin  Bleacher Report , im Produktiveinsatz genutzt.

Phoenix 1.0 konzentriert sich insbesondere auf das Echtzeit-Web: Erklärtes Ziel der Enwickler ist es, die Echzeitkommunikation ähnlich trivial wie das Schreiben eines REST-Endpunkts zu machen. Um dies zu erreichen, kommen Channels zum Einsatz. Channels schaffen eine Multiplexverbindung zum Server, um bidirektionale Kommunikation zu ermöglichen. Des Weiteren abstrahiert Phoenix den Transportlayer: Egal ob WebSocket oder Long-Polling, der Channel-Code bleibt der selbe. Zudem stellt der JavaScript-Client von Phoenix ein API bereit, das die Server-Client-Kommunikation deutlich vereinfachen soll.

Als Webframework zielt Phoenix auf klassische Browser-Anwendungen hab, will aber auch den neueren Entwicklungen im Webbereich Rechnung tragen: Phoenix verbindet Browser, iPhones, Android-Smartphones, sowie Smart Devices, was durch Channel-Clients für objC, Swift, C# und Java ermöglicht wird.

Features für kurz- und langfristige Produktivität

Zu den der kurzfristigen Produktivität zuträglichen Features des Frameworks zählen neben den bereits erwähnten Channels u. a. ein Live-Reload während der Entwicklung (die Ergebnisse einer Änderung können sofort im Browser betrachtet werden), die Nutzung von Postgres-, MySQL-, MSSQL- und MongoDB-Ressourcen, sowie ein vorkompilierter View-Layer mit EEx-Templates, der extrem schnelle Antwortzeiten garantieren soll.

Für langfristige Produktivität sollen die Fähigkeit, mehrere Phoenix-Anwendungen im selben OS-Prozess laufen zu lassen, sowie das Erlang-OTP-Tooling, das einen Echtzeit-Einblick in laufende Anwendungen bietet, sorgen.

Um den Einstieg in die Arbeit mit dem Framework zu erleichtern, haben die Entwickler einen umfassenden Leitfaden zur Verfügung gestellt.

Aufmacherbild: Phoenix bird von Shutterstock.com / Urheberrecht: Anita Ponne

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: