Überarbeitete Komponenten

Maintenance-Release Vert.x 3.2.1 verfügbar

Michael Thomas

Vert.x-Logo (Quelle: http://vertx.io/)

Vert.x ist eine leichtgewichtige, hochperformante und reaktive Applikationsplattform für die JVM. Das aktuell vorliegende Maintenance-Release für die Mitte Dezember letzten Jahres erschienene Version 3.2.0 nimmt zahlreiche punktuelle Verbesserungen an diversen Komponenten des Frameworks vor.

Dazu zählen beispielsweise Bugfixes für die seit Version 3.1 bzw. 3.2 enthaltenen Komponenten vertx-shell (Bereitstellung eines Kommandozeilen-Interfaces für die Vert.x-Laufzeitumgebung), vertx-tcp-eventbus-bridge (eine Event-Bus-Bridge, die allen TCP-fähigen Anwendungen via Event Bus die Interaktion mit Vert.x-Anwendungen ermöglichen soll) und vertx-hawkular-metric (eine Implementierung für die quelloffene Überwachungs- und Verwaltungsplattform Hawkular).

Außerdem wurde die (ebenfalls seit Version 3.2 ) verfügbare Erweiterung vertx-lang-ceylon, die die offizielle Unterstützung der Java-basierten, statisch typisierte JVM-Sprache Ceylon mit sich brachte, verbessert. So akzeptiert etwa der HttpServer.requestHandler() nun Nullwerte. Eine ebenfalls interessante Neuerung betrifft die Komponente vertx-stomp, die einen jeweils unabhängig voneinander nutzbaren STOMP-Server bzw. -Client implementiert: Der STOMP-Client bietet ab sofort die Unterstützung virtueller Hosts.

Eine vollständige Liste der neuen Features, Bugfixes und Performance-Verbesserungen findet sich in den Release-Notes. Wer seine Anwendung updaten möchte, sollte zudem einen Blick auf die Breaking Changes werfen.

Version 3.3.0 wird der aktuellen Roadmap zufolge im Mai 2016 veröffentlicht werden.

Über Vert.x

Das Framework Vert.x baut auf Netty und dem In-Memory Data Grid Hazelcast auf und gilt vielen als Java-Alternative für das unter Webentwicklern populäre Node.js. Die leichtgewichtige, performante und reaktive Applikationsplattform ist auf die Entwicklung moderner Mobile-, Web- und Enterprise-Anwendungen ausgerichtet.

Lesen Sie auch: Vert.x im Produktionsbetrieb: Ein Erfahrungsbericht

Der große Vorteil von Vert.x ist die Tatsache, dass die Plattform auf der JVM läuft, die über Jahre hinweg optimiert und verbessert wurde. Der polyglotte Ansatz vereinfacht die Migration von vorhandenen Anwendungen und erleichtert den Umstieg auf eine andere Programmiersprache. Die verschiedenen Sprachen sind dabei als einzelne Module angelegt, sodass sich jeder sein benötigtes Sprachpaket dazu laden kann. Sie sind Teil der Bestrebung, ein Ökosystem von wiederverwendbaren Modulen zu erschaffen.

Lesen Sie auch: Vert.x: Sieg in Runde 3

Für einen tieferen Einblick in das Framework bieten sich die Videos „Hochperformante reaktive Anwendungen mit Vert.x” (JAX-Session mit Tim Fox) und „Vert.x for World Domination“ (W-JAX-Session mit Jochen Mader) an.

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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