Vert.x wird Eclipse-Projekt: "This is acceptable to VMware"

Hartmut Schlosser

Was sich bereits angedeutet hatte ist nun bestätigt: Vert.x wird zukünftig unter dem Dach der Eclipse Foundation weiterentwickelt. Nachdem Projekt-Hauptentwickler Tim Fox sich für die Übertragung des Projektes nach Eclipse ausgesprochen hatte, waren von Seiten der Community keine wesentlichen Einwände vorgebracht worden. RedHat hatte sich ebenfalls für Eclipse entschieden, allein wartete man auf das OK von VMware, das in der Sache als Inhaber der Namensrechte letztlich das Sagen hatte.

In der Diskussiongruppe stellte Tim Fox gestern fest, er bewerte den Verlauf der Diskussionen als Zustimmung der Vert.x-Community für seinen Vorschlag, Vert.x als Eclipse-Projekt weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt wäre nun, dass VMware eine Aussage treffe, ob dies für das Unternehmen akzeptabel wäre.

I think the next step would be for VMware to confirm this is acceptable, and get the ball rolling with the Eclipse folks. VMware.. over to you 🙂 Tim Fox

Die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Alexis Richardson von VMware bestätigte: „This is acceptable to VMware.“ Richardson bittet daraufhin den Eclipse-Foundation-Direktor Mike Milinkovich, einen neuen Diskussions-Thread „Moving to Eclipse“ zu eröffnen, in dem die formalen Schritte für die Migration besprochen werden können.

Über Twitter verkündete Tim Fox:

Der Prozess hat also begonnen, der Thread „Moving to Eclipse“ ist angelegt. Dort eröffnet Mike Milinkovich die Diskussion mit den einladenden Worten:

First off: welcome! We’re excited to have the vert.x community join Eclipse. Mike Milinkovich

In der Tat bekommt das noch junge Projekt Vert.x aktuell eine derart große Aufmerksamkeit, dass es durchaus als vielversprechende Bereicherung des Eclipse-Projektkatalogs angesehen werden kann. Auch dass die Vert.x-Entwickler sich angesichts einiger Alternativen (Apache, SFC, etc.) letztlich für Eclipse entschieden haben, spricht für den Erfolg des „Eclipse Way“, der u.a. darin besteht, die kommerziellen Potenziale eines Open-Source-Projektes nutzbar zu machen.

Das bei VMware gestartete Projekt Vert.x gilt als für die Java Virtual Machine optimierte Alternative zu Node.js. Das Vert.x-Projekt versteht sich als polyglotte Plattform, die auf asynchrone Kommunikation und nebenläufiges Programmieren ausgerichtet ist. Neben Java werden auch andere Sprachen wie JRuby, Groovy, Jython, JavaScript und CoffeeScript (via Rhino) unterstützt.

Durch den Umzug nach Eclipse steht zu erwarten, dass sich die Basis der Mitstreiter am Projekt erweitern wird – aus einem VMware-Projekt wird bestenfalls ein diversifiziertes Open-Source-Projekt, auf das sich Unternehmen auch ohne den Vorbehalt, sich in eine Abhängigkeit zu VMware zu begeben, stürzen können.

Wir sind gespannt, wie es weiter geht!

Wer sich etwas näher mit Vert.x beschäftigen möchte, findet im Artikel „Polyglott mit Vert.x: Eine JVM-Alternative zu Node.js“ von Lars Röwekamp und Matthias Weßendorf eine erste Anlaufstelle. Auf der W-JAX hatten wir Stuart Williams zum Thema Vert.x vor der Kamera (siehe unten). Und lange müssen Sie auch nicht mehr warten, und Sie werden Vert.x als Titelthema des Java Magazins sehen. Stay tuned!

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Hartmut Schlosser
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