"Unsere Vision reift."

König: Wie würdest du den aktuellen Stand von JavaFX bewerten? Ist JavaFx produktionsreif?

Bair: Absolut!

König: Wie geht es mit JavaFX künftig weiter?

Bair: Zwei Dinge stehen im kommenden Jahr ganz oben auf unserer Prioritätenliste: zum einen die Fertigstellung, zum anderen das Portieren zu anderen Plattformen. Zur Fertigstellung fehlen u. a. noch Bugfixes und Tests; aber auch kleinere API-Zusätze für alles, was fehlt oder unvollständig geblieben ist, Werkzeugunterstützung usw. Linux und Mac OS stehen mitten in der Entwicklung. Weitere Plattformen sind bereits in der Planung. Im Zeitrahmen von JavaFX 3.0 werden wir Zugänglichkeits- und Internationalisierungsunterstützung und weitere Controls und Features hinzufügen. Uns wird die Arbeit nicht ausgehen!

König: Gibt es noch etwas, was du gerne erwähnen würdest?

Bair: Ich möchte einfach nur allen Lesern ans Herz legen, JavaFX auszuprobieren. Ensemble und die Henley-Car-Sales-Datenanwendung werden als Blueprints beigelegt, sodass man sich schnell damit vertraut machen kann. Das OTN-Forum ist der beste Ort, um Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen.

König: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit JavaFX!

Richard Bair, Chief Architect der Client Java Platform bei Oracle, wirkte federführend bei der Entwicklung der JavaFX UI Controls und den dazugehörigen APIs mit. Davor leitete er das SwingLabs-Projekt, eine von Sun unterstützte Open-Source-Community mit dem Ziel der Verbesserung und Erweiterung von Swing. Bevor er für Sun arbeitete, war Bair als Anwendungsentwickler mit Spezialisierung auf datenorientierte Rich Client Applications tätig.

Dierk König ist Fellow bei der Canoo Engineering AG, Basel. Er betreibt das Open-Source-Projekt Canoo WebTest und ist Committer in den Projekten Groovy, Grails und GPars. Er publiziert und spricht auf internationalen Konferenzen zu Themen moderner Softwareentwicklung. Er ist Autor des Buchs „Groovy in Action“. Twitter: @mittie

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