Git 2.28 verfügbar

Git 2.28: Master-Branch erlaubt von Anfang an andere Namen

Ann-Cathrin Klose

© Shutterstock / Teguh Jati Prasetyo

Git 2.28 bringt eine neue Option mit, die eine Reaktion auf die Diskussion um den Begriff „Master“ darstellt. Entwickler können damit bereits bei der Erstellung von neuen Repositories einen anderen Standard-Namen wählen.

Git 2.28 ist da. Mit dem Release wird eine Neuerung im Kern-Tool hinter GitHub und anderen Code-Verwaltungstools eingeführt, die aus dem Kontext der „Black Lives Matter“-Bewegung entstanden ist. Im vergangenen Monat war aus dieser Szene heraus Kritik an den Begriffen „Master“ und „Slave“ im IT-Umfeld laut geworden, die von manchen Mitgliedern der Bewegung als rassistisch konnotiert empfunden werden. GitHub-CEO Nat Friedman reagierte auf Twitter auf einen entsprechenden Hinweis hinsichtlich der Verwendung von „Master“ als Standardbezeichnung für den Haupt-Branch eines Repositories und stimmte der Idee zu, dass alternative Begriffe verwendbar sein sollten. Nun hat Git in v2.28 eine Möglichkeit geschaffen, andere Begriffe als „Master“ zu nutzen. Die Option ist für neue Repositories bei der Erstellung verfügbar. Wenn an init.defaultBranch eine eigene Bezeichnung angehängt wird, beispielsweise „Main“, wird diese in Zukunft als Name für den Haupt-Branch verwendet. Wird kein Wert angegeben, bleibt es jedoch bei der Bezeichnung „Master“. Auch GitLab plant, in Zukunft den Begriff „Main“ für den zentralen Zweig neuer Projekte zu verwenden.

Git 2.28: GitHub Actions in Git

Neuerungen an Git 2.28 betreffen außerdem die Bloom Filters, an denen bereits in v2.27 gearbeitet wurde. Neu ist auch der GitHub Actions Workflow in Git, der es ermöglicht, Gits Integration-Tests auf anderen Plattformen auszuführen. Einen Überblick über alle Neuerungen in Git 2.28 gibt es in der entsprechenden Mailing List; Details zu den wichtigsten Neuerungen hat Taylor Blau im GitHub-Blog zusammengefasst.

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Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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DaniEllJohnEntwickler Letzte Kommentartoren
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Sprachsäuberungen sind immer Anzeichen eines neues Totalitarismus.

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neues = neuen

John
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John

Keine Sorge… der Git-Diktator arbeitet bereits bei uns und ist stark beschäftig :‘-)

DaniEll
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DaniEll

„have i been trunken?“
oh, das ist ja SVN 😀