Ein neues Zuhause für Scala

The Scala Center: neue Initiative will Open-Source-Community näher zusammenbringen

Michael Thomas

© Shutterstock.com/kentoh

Ziel des Scala Center ist die Weiterentwicklung von Scala, sowie der zugehörigen Tools und Dokumentation. Auch umfassende Online-Lernmaterialien sollen im Rahmen der Initiative bereitgestellt werden.

Rund eine halbe Million Entwickler und zahlreiche populäre Projekte wie Spark, Kafka oder Akka
stellen mitunter harte Anforderungen an die funktionale und objektorientierte Programmiersprache Scala. Anforderungen, bei deren Lösung das neue Scala Center tatkräftig mitarbeiten möchte. Wie Martin Odersky und Heather Miller in der offiziellen Ankündigung schreiben, bildet die Initiative eine von der Scala-Forschungsgruppe LAMP unabhängige Organisation unter dem Dach der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). Letztere zeichnet zusammen mit den Gründungsmitgliedern Goldman Sachs, IBM, Lightbend, Nitro und Verizon auch für die Finanzierung verantwortlich – weitere Industriepartner sollen folgen. Die führenden Köpfe des Scala Center sind Miller selbst sowie der Rapture-Macher Jon Pretty.

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Hauptziele des Scala Center

In einem ersten Schritt soll die Community ins Boot geholt werden, um gemeinsame Ziele zu definieren und die Anstrengungen zu ihrer Lösung zu bündeln. Bereits bestehende Projekte sollen wie gehabt weiterlaufen, breites Interesse und (finanzielle) Ressourcen vorausgesetzt wird sich das Center jedoch auch um die direkte Weiterentwicklung einzelner Projekte bemühen – als Beispiel wird etwa der in Zusammenarbeit mit Lightbend an der EPFL entwickelte Scala-JavaScript-Compiler Scala.js angeführt. Lightbend kommt derweil auch die Aufgabe zu, die stabile Scala-Distribution zu warten und weiterzuentwickeln.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld des Scala Center wird den Plänen zufolge die Bereitstellung umfassender Lernmaterialien sein. Demnach sollen die offenen Scala-Online-Kurse der EPFL, für die sich in der Vergangenheit bereits mehr als 400 000 Personen registrierten, im Rahmen des Scala Center massiv ausgebaut werden. Ziel ist ein umfassendes Angebot, dass anhand von Scala und Spark die funktionale Programmierung und Datenanalyse lehrt.

Alle Scala-Enthusiasten, die an einer Mitarbeit am Auf- und Ausbau des Scala Center interessiert sind, können über den entsprechenden Gitter-Kanal mit den Initiatoren in Kontakt treten.

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Aufmacherbild: Research Center and Hub for Sciene von Shutterstock / Urheberrecht: kentoh

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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