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Telekom reicht kartellrechtliche Beschwerde gegen Google ein

Michael Thomas

© Shutterstock.com/filmfoto

Android im Visier: Die Deutsche Telekom wirft dem Internetriesen offenbar vor, sich mithilfe des Betriebssystems wettbewerbswidrige Vorteile zu verschaffen.

Wie die New York Times aus wohlunterrichteten Kreisen erfahren haben will, wird sich die Telekom an den in der EU laufenden Untersuchungen gegen Googles mobiles Betriebssystem beteiligen. Die offizielle Beschwerde könnte demnach bereits Anfang November bei der zuständigen Wettbewerbsbehörde eingereicht werden. Der Vorwurf an Google soll dem Bericht zufolge in erster Linie darin bestehen, dass Google Android in unfairer Weise dazu nutze, eigene Produkte wie etwa Google Maps zu fördern und seine eigenen Suchergebnisse gegenüber denjenigen der Konkurrenz zu begünstigen.

Durch die Einreichung einer offiziellen Beschwerde würde die Telekom rechtlich in die Lage versetzt werden, Beweise vorzulegen, die nach Ansicht des Unternehmens für einen Missbrauch von Android sprechen. Dazu könnten beispielsweise auch die Nutzerinformationen von mehreren Millionen Mobilfunkkunden über deren Zugriff auf Dienste gehören. Derartige Informationen, so der Bericht weiter, könnten die EU-Wettbewerbswächter bei der Entscheidungsfindung, ob eine formale Anklage gegen Google erhoben wird oder nicht, unterstützen. Die Telekom ist derweil nicht das einzige Unternehmen, dass seine Geschütze gegen Google in Stellung bringt: Zahlreiche andere Technologie-Firmen, wie beispielsweise Oracle und Nokia, haben im Zusammenhang mit den Android-Untersuchungen ebenfalls Vorwürfe erhoben.

Während ein Sprecher der Telekom eine Beteiligung des Unternehmens an den Untersuchungen einräumte, gab Google bislang noch keine Stellungnahme zu den Vorgängen ab. Auch die Europäische Kommission enthielt sich bis dato eines Kommentars.

Aufmacherbild: complaint marked on rubber stamp in hand von Shutterstock / Urheberrecht: filmfoto

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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