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State of European Tech

Die Techbranche in Europa wächst

Melanie Feldmann
Europa

© Shutterstock / AAR Studio

Atomico und Slush haben sich zum zweiten Mal zusammengetan, um den aktuellen Stand der Techbranche in Europa zu beleuchten. Die Quintessenz: Europa muss sich von den USA und vor allem dem Silicon Valley nicht verstecken.

Nach einer Zählung von Stack Overflow gibt es in Europa insgesamt rund 4,7 Millionen professionelle Softwareentwickler. Zum Vergleich: In den USA sind es 4,1 Millionen. Die größten Entwickler-Communities finden sich in London (300.345 Entwickler), Paris (134.322) und Berlin (81.868). In der Bay Area rund um das Silicon Valley sind es 564.899.

Die größten Tech-Meetup-Communities verteilen sich analog. Hier findet sich auf Platz sechs noch München und Hamburg auf Platz zwölf. Aber auch außerhalb der großen Techzentren floriert die Meetup-Szene. Insgesamt gibt es mittlerweile 153 verschiedene Meetup-Zentren in Europa, die mehr als 50 Tech-Treffen pro Jahr veranstalten. 2011 waren es nur 19.

Mehr Tech-Beschäftigte

Auf der Basis von Zahlen der LinkedIn-Mitglieder wuchs im Vergleich zu 2015 die Anzahl der Arbeiter in der Techbranche am stärksten in Irland, nämlich um 5,5 Prozent. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit 3,3 Prozent. UK und die Niederlande liegen mit 3,0 Prozent zusammen auf Platz drei. Im Schnitt wuchs die Techbranche in Europa um 2,1 Prozent. Das ist ein starkes Wachstum, das deutlich über den allgemeinen Beschäftigungszuwachs von 1,0 Prozent liegt, das die Europäische Kommission vorausgesagt hat.

UK importiert und exportiert die meisten Techies

Sowohl für Arbeiter, die von überall aus der Welt nach Europa kommen, als auch für diejenigen, die innerhalb von Europa einen neuen Tech-Job antreten, ist UK der Place to go. 24 Prozent zog es ins Vereinigte Königreich. Deutschland liegt auch hier auf Platz zwei mit 12 Prozent. Die meisten Tech-Migranten kamen aus Indien und den USA. Aber nicht nur als Arbeitsplatz ist UK interessant. Innerhalb Europas kommen auch die meisten Tech-Arbeiter, die in ein anderes Land gezogen sind, aus den UK. Hier wird es spannend sein zu beobachten, was der Brexit beim Thema Freizügigkeit bewirkt. Bisher berichten zum Beispiel die meisten Unternehmensgründer aus der Techbranche, dass der Brexit keine Auswirkungen auf ihr Geschäft gehabt hat. Aber bisher wurde er ja auch noch nicht offiziell angestoßen, sondern schwebt nur wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der EU.

Der Bericht umfasst Daten von Unternehmen wie LinkedIn, Meetup, Stack Overflow und dem London Stock Exchange. Außerdem nahmen an einer Umfrage 1.500 europäischer Unternehmensgründer, Investoren und Tech-Arbeiter teil. Den kompletten Bericht gibt es bei Slideshare:

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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