Der State of JavaScript Survey 2017 ist da

Der State of JavaScript 2017: Ist Angular out?

Ann-Cathrin Klose

© Shutterstock.com / nikkytok

Der State of JavaScript 2017 ist da: Ein Survey mit 20.000 Teilnehmern, der Aufschluss über verwendete, beliebte und unbeliebte JavaScript-Variationen und -Frameworks und viele weitere Themen gibt. Angular schneidet überraschend schlecht ab, während React als großer Sieger aus dem Survey hervorgeht.

Mehr als 20.000 Entwickler haben im State of JavaScript Survey 2017 Auskunft über ihre Erfahrungen mit JavaScript, ihre präferierten Toolsets und vieles mehr gegeben. Die Ergebnisse zeigen überraschendes: Angular ist gar nicht so beliebt, React der aktuelle Favorit.

Wie beliebt ist JavaScript?

Die Macher des State of JavaScript Surveys 2017 geben nicht nur Einblick in die erhobenen Zahlen, sondern verraten auch, welche individuellen Kommentare sie in den ausgefüllten Fragebögen gefunden haben. Darunter ist beispielsweise folgende Anmerkung zu JavaScript im Allgemeinen:

“Roses are red, yellow are ducks. It’s 2017 and JS still sucks.”

Allerdings sind nicht alle Teilnehmer so negativ eingestellt. Einige lieben JavaScript auch:

“JavaScript sucks but it’s okay. I still love it.”

Das zeigt auch die Frage nach der Zufriedenheit mit der Entwickler mit den Frameworks, die sie verwenden. JavaScript-Frontend-Frameworks wurden im Durchschnitt mit 3,8 von 5 Punkten bewertet. Noch besser schnitten die vielfältigen Sprach-Flavors, also Varianten von JavaScript ab: Hier gaben die Teilnehmer im Durchschnitt 4,0 von 5 Punkten.

Vielfalt als Stärke, TypeScript als Sieger

Genau diese Flavors sind eine eindeutige Stärke von JavaScript laut Survey-Ergebnissen. Auch dazu findet sich ein Kommentar auf der Website zum State of JavaScript 2017:

“Writing in a language that compiles to JavaScript (like ClojureScript) is way more interesting than writing JavaScript.”

Zwar ist ES6 mit Abstand die beliebteste Programmiersprache der Teilnehmer , während kaum jemand zu ES5 zurückkehren wollen würde. Ganze 8.000 der Befragten gaben aber auch an, dass sie mit TypeScript arbeiten; noch einmal 8.800 würden TypeScript gerne mal ausprobieren. Interessiert sind viele Entwickler auch an Elm und Flow. Aber nicht alle Sprachvarianten sind gleichermaßen beliebt. So möchte beispielsweise etwa die Hälfte der Teilnehmer Clojure lieber nicht ausprobieren.

Auf dem Treppchen: React und Vue

Unter den Frontend-Frameworks gehören React und Vue zu den großen Gewinnern des State of JavaScript Surveys 2017. 14.000 der 22.000 Teilnehmer gaben an, bereits mit React gearbeitet zu haben und es wieder benutzen zu wollen. Weitere 6.400 Entwickler antworteten, dass sie React gerne ausprobieren würden. Mehr als die Hälfte gab außerdem an, dass sie zwar noch nicht mit Vue gearbeitet haben, aber durchaus daran interessiert wären. Dem hingegen schneidet Angular nicht so gut im Survey ab. Die Hälfte der Teilnehmer hatte zwar schon von Angular oder Angular 2 gehört, wollte das Framework aber nicht ausprobieren. Weniger als 5.000 Befragte arbeiten derzeit mit Angular damit.

Das gilt so zumindest für die weltweite Auswertung. Schaut man auf die regionale Verteilung der Anteile, zeigt sich, dass Angular 2 in Deutschland beliebter ist als in anderen Ländern. Vor allem erfreut sich hier aber die Option, einfach ganz auf Frameworks zu verzichten, überdurchschnittlich großer Beliebtheit. React liegt in der Beliebtheit hierzulande unter dem weltweiten Durchschnitt. Auch für die meisten anderen europäischen Länder zeigt der Report, dass Angular oder Angular 2 eher überdurchschnittlich populär sind. Insgesamt betrachtet ist aber auch in Deutschland und den meisten europäischen Ländern React in Führung.

Mobile Apps mit JavaScript

Im Bereich der mobilen Entwicklung sind native Apps in Führung; die meisten Entwickler nutzen hier kein Framework oder sind mit ihrer Wahl zumindest unzufrieden. So haben zwar etwa gleich viele Entwickler bereits mit PhoneGap/Cordova gearbeitet wie die, die kein Framework nutzen. Mehr als die Hälfte davon ist damit aber unglücklich. Interessant ist außerdem das große Interesse an React Native und Electron. Beide werden von weniger als 5.000 der Teilnehmer des Surveys genutzt; 11.000 der Befragten gaben aber an, Interesse an Electron zu haben. Bei React Native ind es sogar 14.000.

Der State of JavaScript 2017 deckt darüber hinaus zahlreiche weitere Themenbereiche ab. Die Ergebnisse können auf der Website zum Survey gefunden werden. Der State of JavaScript wurde bereits zum zweiten mal durchgeführt.

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Geschrieben von
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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