Standortvorteil Europa

Was müssen Mitarbeiter in einer SOA-Welt mitbringen? Welche Kompetenzen brauchen sie?

Streibich: Soziale Kompetenzen die ermöglichen, dass man abteilungsübergreifend an den Prozessen entlang arbeiten kann. Das ist der eine Punkt. Der zweite Punkt: Sie haben heute eine erheblich höhere Flexibilität, Sie sind nicht mehr gewohnt, lange Wartezeiten zu haben. Jetzt sind es immer integrierte Verfügbarkeiten, und das ergibt eine höhere Geschwindigkeit, an die sich viele erst gewöhnen müssen. Die Interaktion mit anderen entlang des Prozesses nimmt erheblich zu.

Communities, Web 2.0, das sind gerade große Themen, wie sieht es damit im Unternehmen aus?

Totev: Ich glaube, Web 2.0 sollte man unterteilen in zwei Hauptaspekte. Social Software und gute Usability. Aber wenn man jetzt durch die Enterprise-Brille schaut, dann überlegt man sich natürlich: Wie kann man von Flickr, MySpace, Youtube und so weiter lernen? Wir haben gemerkt, dass etwas, das beim Consumer gut ankommt, irgendwann auch Eingang ins Enterprise findet.

Ein zweiter Aspekt ist die Kollaboration und die Social Software. Ich glaube, dass wir alle noch nicht begriffen haben, wie sich das auf das Enterprise auswirken wird. Bestes Beispiel Xing das frühere Open BC, da pflege ich selbst mein Profil, weil das meine Visitenkarte nach außen ist. Wenn wir in die Unternehmen schauen, wo die Skill-Profile üblicherweise von der IT gepflegt werden, dann sind die völlig veraltet und unattraktiv.

Bei Xing geben sich die Leute Mühe – bei diesen zentral gestützten Profilen, da gibt sich keiner Mühe. Da könnte ein Unternehmen sagen: Mensch, wenn wir hier zu Self Service übergehen und die Leute sich mit ihren Skills selbst profilieren können, ist das eine gute Sache. Und dann können sie auch schnell gefunden werden und darauf kommt es eigentlich an. Wie weiß man, wer gerade das Know-how hat, das man für ein Projekt braucht?

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