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Neue Hauptversion der quelloffenen, modularen Plattform

Spring IO Platform 2.0.0 integriert Spring REST Docs

Michael Thomas

Spring IO-Logo (Quelle: spring.io)

Wie der Entwickler Andy Wilkinson auf dem Spring-Blog bekannt gegeben hat, verabschiedet sich Version 2.0.0 der von Pivotal entwickelten Spring IO Platform von mehreren Abhängigkeiten und verfügt mit Spring REST Docs 1.0.0 über eine brandneue Komponente.

Bei Spring REST Docs, dass vergangenen Monat in Version 1.0 erschien, handelt es sich um ein offizielles Spring-Projekt, das den User bei der Erstellung einer präzisen und lesbaren REST-Dokumentation unterstützen soll, wobei es sich in die Spring MVC Test Library einklinkt. Die Idee dahinter: Für jede Ressource wird ein Test geschrieben, der die zu erwartende Kombination aus Request und Response beschreibt. Treffen beide zu, wird automatisch eine Dokumentation im Asciidoctor-Format ausgegeben, die bei Bedarf um händisch erstellte Inhalte ergänzt werden kann. Die Dokumentation lehnt sich somit stark an reale Anwendungsfälle an, ähnelt GitHubs API-Dokumentation und grenzt sich von vollautomatisierten Dokumentationen, wie sie beispielsweise anhand von Tools wie Swagger erstellt werden können, ab.

Aktualisierte Komponenten

Die in Spring IO Platform enthaltenen Projekte Reactor und Spring Security haben ein Upgrade auf die jeweils aktuellste Hauptversion erfahren. Reactor ist ein Framework zur Programmierung asynchroner Anwendungen. Version 2.0 implementiert die Reactive-Streams-Spezifikation, wodurch eine asynchrone Stream-Verarbeitung mit nicht-blockierendem „Gegendruck“ (non-blocking backpressure) ermöglicht wird. Kurz gefasst geht es dabei um eine Umkehr des Publisher-Subscriber-Prinzips: Statt passiv und uneingeschränkt Daten vom Publisher zu empfangen, fragt der Subscriber den Publisher aktiv nach spezifischen Daten. Auf diese Weise empfängt der Subscriber nie mehr Daten, als er verarbeiten kann. Eine Pufferung ist somit nicht mehr nötig.

Die Highlights der im März dieses Jahres veröffentlichten Version 4.0 des Sicherheitsframeworks Spring Security umfassen u. a. die Unterstützung von Springs WebSocket-Support sowie die Integration von Spring Data, wodurch es möglich ist, mithilfe der Spring Expression Language (SpEL) innerhalb von Queries auf den aktuellen User Bezug zu nehmen.

Des Weiteren wurden zahlreiche weitere in der Plattform enthaltene Komponenten aktualisiert: Spring Boot 1.3, das einen leichteren Einstieg in die Enterprise-Java-Entwicklung ermöglicht, ist ebenso an Bord wie Spring Cloud Connectors 1.2, Spring AMQP 1.5, Spring Framework 4.2, Spring HATEOAS 0.19 und Spring Integration 4.2. Außerdem wurden zahlreiche Abhängigkeiten aktualisiert bzw. entfernt.

Spring IO Platform 2.0.0 kann über repo.spring.io und Maven Central bezogen werden.

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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