Erweiterter Datenbank-Support für Spring-Entwickler

Spring Data Kay erschienen: Reaktiver Datenzugriff und Support für Java 9

Hartmut Schlosser

© Shutterstock / iMacron

Der Release Train „Kay“ des Spring-Data-Projektes ist angekommen. Veröffentlicht werden damit Spring-Anbindungen an zahlreiche Datenbanken. Umgesetzt wurden zudem neue reaktive Möglichkeiten des Datenzugriffs sowie die Unterstützung für Java 9.

Nach dem Release von Spring Framework 5 ziehen die angegliederten Unterprojekte des Spring-Universums nach. Eines der wichtigsten davon ist Spring Data, mit dem der Zugriff auf Datenbanken aus Spring-Anwendungen heraus realisiert werden kann. Mit Spring Data „Kay“ steht nun ein wichtigste Update des Projektes bereit.

Neu in Spring Data Kay

Augenfälligste Veränderung ist die neue Baseline: Ab sofort setzt Spring Data das Spring Framework 5, Java 8 und Java EE 7 voraus. Gleichwohl wird bereits das neue Java 9 unterstützt.

Ein großes Thema ist zudem der reaktive Zugriff auf Daten – wie generell auch Spring 5 die Reaktive Programmierung im Fokus hat. In Spring Data Kay ist der reaktive Datenzugriff für die Datenbanken Cassandra, Couchbase, MongoDB und Redis möglich.

Reaktiv bedeutet hier etwa in Bezug auf Spring Datas Repository-Programmiermodell, dass im Gegensatz zu traditionellen Repository Interfaces reaktive Typen als Rückgabewerte ausgegeben werden. Mark Paluch gibt auf dem Spring-Blog das folgende Beispiel für ein reaktives Spring Data Repository aus:

public interface ReactivePersonRepository
  extends ReactiveCrudRepository<Person, String> {

  Flux<Person> findByLastname(Mono<String> lastname);

  @Query("{ 'firstname': ?0, 'lastname': ?1}")
  Mono<Person> findByFirstnameAndLastname(String firstname, String lastname);
}

Per Default nutzen reaktive Repositories Typen aus dem Projekt Reactor, doch lassen sich auch andere reaktive Bibliotheken einbinden. Neben reaktiven Repositories stehen auch reaktive Templates sowie reaktive Befehle auf niedriger Abstraktionsebene, beispielsweise für Redis Connections, zur Verfügung.

Neu im Release Train ist das Projekt Spring Data Geode. Dabei handelt es sich um die Anbindung an das Apache-Projekt Geode, eine In-Memory Datenmanagement-Plattform, mit der hochperformante verteilte Anwendungen entwickelt werden können.

Ein verbessertes Repository-Kompositionsmodell, erweiterte Repository APIs und Nullability-Annotationen inklusive Runtime-Checks gehören zu den weiteren Highlights in Spring Data Kay.

Insgesamt bietet der Release Train neue Versionen für die folgenden Datenbanken:

  • Spring Data Commons 2.0
  • Spring Data JPA 2.0
  • Spring Data for Apache Solr 3.0
  • Spring Data for Apache Cassandra 2.0
  • Spring Data KeyValue 2.0
  • Spring Data MongoDB 2.0
  • Spring Data Gemfire 2.0
  • Spring Data Neo4j 5.0
  • Spring Data for Apache Geode 2.0
  • Spring Data LDAP 2.0
  • Spring Data Envers 2.0
  • Spring Data REST 3.0
  • Spring Data Redis 2.0
  • Spring Data Elasticsearch 3.0
  • Spring Data Couchbase 3.0

Eine Übersicht der Neuerungen in Spring Data Kay steht auf dem Spring Blog zur Verfügung. Das Release wird auch im nächsten Milestone Build für Spring Boot 2 enthalten sein – für das finale Spring Boot 2.0 darf man also ebenfalls mit den Neuerungen aus Spring Data Kay rechnen.

HINTERGRUND ZUM THEMA:

Spring 5 ist da! Frühling für Enterprise Java

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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