Spring-Cloud-Plattform VMForce gegründet

Claudia Fröhling

VMware und Salesforce wollen künftig als Partner an einer Enterprise-Java-Cloud namens VMforce arbeiten. Das berichtet SpringSource-Gründer Rod Johnson im Blog. VMforce nutzt die Infrastruktur von Force.com für seine Virtualisierungssoftware vSphere mit einem speziellen vCloud-Layer (Cloud-Management-Technik). Über diesem Layer laufen Instanzen des SpringSource tc Servers. Spring-Anwendungen sollen ihre Daten in der Datenbank von Force.com speichern können.

Quelle: SpringSource-Blog

Wie Rod Johnson berichtet, wird gerade an einer Integration mit der SpringSource Tool Suite (STS) gearbeitet, so dass Entwickler ihren VMforce-Account wie eine lokale Tomcat-Instanz nutzen können sollen. Durch die STS-Integration sollen Anwendungen per Drag&Drop auf die Plattform deployed werden können. Da die SpringSource ToolSuite seit genau einem Jahr frei verfügbar ist, passt sie in das Konzept der neuen Cloud-Plattform. Zusätzlich bringt Force.com diverse Werzeuge für das Datenmanagement, Reporting und die Suche mit.

Nach Meinung von Rod Johnson eignet sich Spring als Programmiermodell aus vier Gründen für die Enterprise-Java-Cloud: die große Spring-Community gibt wichtige Impulse für eine stetige Weiterentwicklung, die Portabilität, die Tatsache, dass Spring Open Source ist und die Innovationskraft von Spring.

The future of cloud computing for the enterprise is open – open source, open standards, open innovation.

Eine erste Developer Preview von VMforce soll im zweiten Halbjahr 2010 starten, auf der bereits existierenden Website vmforce.com wird Herbst 2010 angekündigt. Hier kann man sich bereits für die Developer Preview anmelden.

VMforce ist ein weiterer Schritt in der Cloud-Strategie von VMware, die das Unternehmen seit einiger Zeit vorantreibt. Erst vor wenigen Wochen kaufte VMware die britische Software-Schmiede Rabbit Technologies und dessen Enterprise-Messaging-System RabbitMQ. RabbitMQ basiert auf dem offenen Standard AMQP (Advanced Message Queuing Protocol) und soll vor allem für die Nutzung in Cloud-Umgebungen geeignet sein. Auch der Kauf des Systemmanagementspezialisten Hyperic und die im Sommer 2009 gegründete Cloud Foundry passen in diese Strategie. Mit Cloud Foundry sollten Spring-, Grails- und Java-Anwendungen in einer kohärenten Cloud-Umgebung deployt und verwaltet werden können.

Interessant ist nun die Partnerschaft mit Salesforce, die dank ihrer Sales Cloud 2 bereits Erfahrungen mit der Wolke vorzuweisen haben. Die Partnerschaft könnte sich als starke Konkurrenz zu den Cloud-Angeboten von Oracle (Oracle Cloud Computing Center) oder IBM (IBM Cloud Computing) erweisen.

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Claudia Fröhling
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