Software as a Service: Webbasierte Softwarenutzung setzt sich durch - JAXenter

Software as a Service: Webbasierte Softwarenutzung setzt sich durch

Joachim Schreiner, Area Vice President DACH, salesforce.com Germany

Enterprise Software, das heißt in der Regel: gewaltige Implementierungs- und Wartungskosten, aufwändiges Customizing, kostspielige Integrationsprojekte und mühsame Releasewechsel. Oder aber man setzt auf Software as a Service.

Heute besteht die klassische Nutzung von Enterprise-Software im Einsatz so genannter On-Premise-Applikationen, also in der Verwendung lokal installierter Lösungen. Da die Unternehmens-IT zahlreiche Geschäftsanforderungen abdecken muss, ergibt sich im Allgemeinen ein umfassendes Softwareportfolio. Damit sind erhebliche Kosten verbunden, hervorgerufen nicht nur durch die jeweilige Investition an sich, sondern vor allem durch laufende Wartung, Aktualisierungen sowie Releasewechsel. Zudem bedeuten die meist hohen IT-Investitionen üblicherweise, dass sich ein Unternehmen von unpassenden Lösungen nicht ohne Weiteres trennen kann.

Installierten Anwendungen steht so genannte Software as a Service (SaaS) gegenüber, ein Nutzungsmodell, bei dem auf die gewünschte Anwendung in Echtzeit über den Internet Browser zugegriffen wird. Dies bietet zahlreiche Vorteile.

Anwendungen stets aktuell – keine Releasetraumata mehr

Echte SaaS-Angebote beruhen auf einer zentralen Grundlage: Alle Nutzer greifen auf dieselbe Plattform zu. Der große Vorteil dieses so genannten „Multi-Tenancy-Prinzips“ liegt darin, dass nicht der Kunde, sondern der SaaS-Anbieter Aufwand und Kosten für Wartung und Aktualisierung der Software trägt. Wie von Internetfirmen aus dem Consumer-Umfeld (zum Beispiel ebay oder Amazon) bekannt, stehen Änderungen und Verbesserungen der Applikation stets allen Nutzern zur Verfügung. Dies entlastet IT-Mitarbeiter massiv. Heute verbringen Administratoren laut Gartner bis zu 80 Prozent ihrer Zeit mit Wartung und Upgrades. Dank SaaS gewinnen Unternehmen Zeit und Budget, um sich auf ihre Kernkompetenzen und wichtige Innovationen konzentrieren zu können.

Schnelle Implementierung und Integration in bestehende Anwendungen

Die Einführung neuer On-Premise-Applikationen ist häufig mit aufwändigen IT-Projekten verbunden. Nicht wenige dieser Implementierungen schießen aufgrund ihrer Komplexität deutlich über die geplanten Zeit- und Kostenbudgets hinaus. Bis die Software schließlich installiert ist, haben sich die an sie gestellten Anforderungen oft längst wieder verändert. Die neue Lösung ist – kaum eingeführt – bereits wieder veraltet. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) können sich derartige Szenarien nicht leisten.

On-Demand-Anwendungen lassen sich dagegen per Point-and-Click und Metadaten schnell und einfach an spezifische Unternehmensbedürfnisse anpassen. Die Größe der betreffenden Organisation ist hierbei unerheblich. Eine Vielzahl von Web-APIs stellt die Integration in bestehende Applikationen sicher. Dies garantiert gleichzeitig, dass die Schnittstellen bei Releasewechseln mitgezogen werden und so unabhängig von der Softwareversion funktionsfähig sind.

Datenzugriff: anytime, anyhow, anywhere

Manche Geschäftsprozesse erfordern schnellen und unkomplizierten Datenzugriff. Ein Beispiel dafür ist die Tätigkeit von Außendienstmitarbeitern. In der Kundenbetreuung vor Ort punktet derjenige, der stets über aktuelle Informationen beispielsweise zu Budgets oder Historie seines Kunden verfügt. Der Vorteil internetbasierter Tools für Customer Relationship Management (CRM) liegt auf der Hand. Die Daten müssen nicht erst über Remote-Verbindungen upgedatet werden, sie sind stets aktuell. Besonders angenehm ist die On-Demand-Lösung zu nutzen, wenn der Datenzugriff endgeräteunabhängig erfolgt: Angepasste grafische User Interfaces (GUIs) erleichtern den Gebrauch der Software z.B. über Laptop, Blackberry oder Mobiltelefon.

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Joachim Schreiner, Area Vice President DACH, salesforce.com Germany
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