Los, Android Wear, hol auf!

Smartwatches: Wenn die Hardware der Software vorauseilt

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Mila Supinskaya

Hardware und Software: Manchmal gehen sie Hand in Hand, in anderen Fällen geht einer schon mal voraus. So läuft es zumindest momentan bei Android Wear und den Smartwatch-Herstellern. Nach der Huawei Watch ist nun auch in der Asus ZenWatch ein Lautsprecher verbaut, obwohl es auf Seiten der Software noch keinen Support dafür gibt. Ein Smartwatch-Anbieter hat dieses Problem asynchroner Hard- und Software-Herstellung erkannt und präsentiert eine sehr interessante Lösung.

Nach der Huawei Watch soll jetzt auch in der ZenWatch 2 von Asus ein Lautsprecher verbaut sein. Darauf weist der folgende Tweet hin:


Damit würde Android einen weiteren Schritt in Richtung „eigenständige Uhr“ gehen und die Kommunikationsfunktionen der Smartwatch deutlich erweitern. Bis dahin bleiben die eingebauten Komponenten aber noch im Dornröschenschlaf.

„Ich bau mir die Watch, widdewidde, wie sie mir gefällt“

Hardware und Software decken sich nicht immer 1:1. Was aber, wenn man eine modulare und damit sehr flexible Hardware hat, die sich allen Software-Neuheiten anpassen kann? Oder umgekehrt, wenn man auf der Basis existierender Hardware passende Apps programmieren könnte, die unmittelbar Anwendung finden würden?

Diesem Konzept folgt BLOCKS. Kaum ist das Projekt auf Kickstarter an den Start gegangen, ist es auch schon finanziert: Nach rekordverdächtigen 56 Minuten hatte das Projekt sein Finanzierungsziel von 250.000 Dollar erreicht, mittlerweile hat das Projekt über 760.000 Dollar gesammelt.

Die Uhr setzt sich aus einzelnen Modulen zusammen, neben einem NFC-Modul, gibt es beispielsweise auch ein SIM-Karten-Modul. Durch die Vielzahl an möglichen Modulen könnte man sie damit theoretisch für alle kommenden Software-Features umbauen. Das Projekt selbst wirbt mit dem Slogan „It’s the last smartwatch you’ll ever need“.

Die Entwickler der Uhr stellen ein „BLOCKS Software Development Kit“ und ein „Module Development Kit“ zur Verfügung. Die Uhr ist ab 195 Dollar zu erwerben, Kunden können 4 Module wählen, welche mit der Uhr geliefert werden sollen. Als OS nutzt die Uhr Android Wear – wenn das neue Update Sprachausgaben über die Uhr unterstützt, sollte es bei einer modularen Uhr also kein Problem sein, passende Teile zu ergänzen.

Aufmacherbild: Man clicking on his smart watch von Shutterstock / Urheberrecht: Mila Supinskaya 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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