Siemens lagert die IT-Sparte SIS aus

Christoph Reitz

Die Siemens AG hat bekannt gegeben, weltweit 4200 Stellen im IT-Bereich Solutions and Services (SIS) zu streichen, 2000 davon in Deutschland. Betroffen seien besonders die großen Standorte in München, Paderborn und der Großraum Nürnberg/Erlangen, sagt Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm. Ziel sei es, SIS zu verkleinern und als eigenständiges Unternehmen auszulagern. Die bisher sieben Geschäftseinheiten sollen dazu auf die Sektoren IT-Outsourcing und IT-Lösungen reduziert werden.

Als Gründe für die Einsparungen nennt der Konzern den Umsatzrückgang im IT-Sektor in den vergangenen Jahren. Zur Durchsetzung dieser Pläne will Siemens bis 2012 über 500 Millionen Euro in SIS investieren. Der Konzern erhofft sich durch dieses Vorgehen, flexibler und wettbewerbsfähiger zu werden, so Russwurm. Bei den Gewerkschaften trifft der geplante Stellenabbau derweil auf starke Kritik.

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Christoph Reitz
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