Sicherheit, Transparenz, Teamwork

C everywhere?

Auch Legacy-Code aus in die Jahre gekommenen Embedded-Systemen stellt Entwickler vor Herausforderungen. „Die bevorzugte Programmiersprache im klassischen Embedded-Bereich ist nach wie vor C“, meint Wolfgang Leimbach von IBM, ein embedded-world-Teilnehmer der ersten Stunde. Und alter C-Spaghetticode mache ein Reverse Engineering der Architekturen schwierig bis unmöglich. Allerdings zeichne sich wie in anderen Bereichen der Softwareentwicklung auch hier die Tendenz zur Vielsprachigkeit ab. Welche Rolle spielt Java hier? Hat die neue Embedded Suite eine reelle Chance auf dem Markt? Leimbach winkt ab: Schon vor zehn Jahren habe man behauptet, Java werde „der Renner“ im Embedded-Bereich, was sich nie bewahrheitet habe.

Am Oracle-Stand indes verweist James Allen aus dem Marketing-Team der Global Java Embedded Business Group auf die oft von seinem Unternehmen angeführten drei Milliarden eingebetteten Java-Geräte weltweit und ist bemüht, den Messebesuchern die Möglichkeiten von Oracles Device-to-Datacenter-Lösung schmackhaft zu machen. Mit der Java Embedded Suite, JavaFX und Produkten von Partnern wie Freescale, Digi oder ARM fährt Oracle eine ganze Reihe von Smart-Home- und E-Health-Lösungen mit schicken UIs auf. Das Ensemble aus Sensoren, Aktoren, Boards & Co. am rondellförmigen Stand ist beeindruckend. Sogar der Prototyp einer Smart Watch – mit Java SE – liegt als Ausstellungsobjekt aus. Zwar nicht so schick wie Design-Prototypen von Apples iWatch, aber immerhin: Sie zeigt, dass das Java-Motto „Write once, run anywhere“ gerade auf dem wachsenden Embedded-Markt ein Verkaufsargument ist. Ob das die Industrie genauso sieht, wird sich weisen.

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