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Die schlanke Übersetzung von Unternehmenszielen in IT-Projekte

Scheibchen für Scheibchen

Kim Nena Duggen, Stefan Toth
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Viele Projekte, die sich mit Unternehmensarchitektur beschäftigen, sind starr, aufwendig und ergebnisarm. Es wird viel Zeit auf hoher Flughöhe verbracht und sehr breit gearbeitet.
Die beteiligten Personen entfernen sich dabei zunehmend von den eigentlichen Problemen der Umsetzungsprojekte und die Akzeptanz im Unternehmen sinkt. Das muss nicht so sein. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie priorisiert und iterativ an der Unternehmensarchitektur arbeiten können. Scheibchen für Scheibchen werden Aufwände fokussiert und der Weg zur Umsetzung verkürzt.

„Je üppiger die Pläne blühen, desto verzwickter wird die Tat.“ – Fast vierzig Jahre nach dem Tod von Erich Kästner planen wir auf vielen Unternehmensebenen trotzdem
noch im Kreis. Wie wäre es zur Abwechslung mit kleinen Plänen? Was würden Sie sagen, wenn Sie aus dem großen Kontext des Unternehmens die wichtigsten Aspekte kleinteilig
herausgreifen könnten? Statt langer Konzeptionsphasen zahlen sich kurze Umsetzungszyklen mit schnellen Erkenntnisgewinnen aus: Basierend auf einer groben, vollständigen
Sicht lassen sich Veränderungspotenziale in der IT-Landschaft gut identi zieren und priorisieren. Danach führt der Weg direkt in die Umsetzung – dem Platz für echte Erfahrungen. Wir arbeiten iterativ und an strategischen Zielen orientiert. Statt vollständiger Prozessanalyse fokussieren wir früh auf kritische Fähigkeiten (siehe Kasten „Was sind Capabilities“) des Unternehmens und priorisieren nach Geschäftswert. Diese agilen Anleihen verdichten sich in einer freier gestalteten, verantwortungsvolleren Realisierung. Sukzessive entsteht eine bessere Anwendungsund Prozesslandschaft – nicht nur ein Plan für eben diese.

Geschrieben von
Kim Nena Duggen
Kim Nena Duggen
Kim Nena Duggen (kd@oose.de) arbeitet als Businessanalyst, Beraterin und Trainerin bei oose in Hamburg. Ihre Schwerpunkte liegen in der Analyse, Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen und Unternehmensarchitekturen und dem Coaching von Businessanalysten.
Stefan Toth
Stefan Toth
Stefan Toth arbeitet als Entwickler, Softwarearchitekt und Berater bei der embarc GmbH. Seine Schwerpunkte liegen in der Konzeption und der Bewertung mittlerer bis großer Softwarelösungen sowie der Verbindung dieser Themen zu agilen Vorgehen. Er ist Autor zahlreicher Artikel und des Buchs "Vorgehensmuster für Softwarearchitektur". Kontakt: st@embarc.de
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