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Arno Haase im W-JAX-Countdown

Scala und das Java-Kuriositätenkabinett

Dass sich Java-Code mitunter äußerst überraschend verhalten kann, ist manchem Entwickler vielleicht schon einmal aufgefallen. Unterhaltsames Anschauungsmaterial samt Hintergrunderklärungen bietet Arno Haase auf der W-JAX in seinem „Java-Kuriositätenkabniett“, das von skurrilen Codeschnipseln über naheliegende Designentscheidungen mit überraschenden Nebenwirkungen bis hin zu idiomatischen Leckerbissen reicht. Einen kleinen Vorgeschmack gibt Arno im Gespräch mit JAXenter, wo auch sein zweites Steckenpferd zur Sprache kommt: die praxisnahe Einführung in Scala aus der Sicht eines Java-Entwicklers.

JAXenter: Hallo Arno, worum geht es in deinem Java-Kuriositätenkabinett auf der W-JAX?

Arno Haase: Java hat – nicht ganz zu Unrecht – den Ruf, eine simple Sprache zu sein. Das „Kuriositätenkabinett“ führt dagegen eine Reihe von überraschenden und teilweise sogar nützlichen Idiomen vor. Oder anders
gesagt: Es zeigt eine Seite von Java, die auch für alte Hasen die eine oder andere Überraschung bereithält, und das auf unterhaltsame Weise.

JAXenter: Kannst du uns mit einem Beispiel einen kleinen Vorgeschmack geben?

Arno Haase: Ich werde unter anderem zeigen, dass

System.out.println („Hallo!“);

den Text „Tschüs“ ausgeben kann. Das ist natürlich nicht dazu gedacht, in produktivem Code möglichst überraschende Ergebnisse zu erzeugen, aber es gibt einen Einblick in nützliche Interna von Java.

JAXenter: Du gibst außerdem wieder deinen ganztägigen Scala-Workshop. Wie sind deine Erfahrungen: Ist Scala langsam im Mainstream angekommen?

Arno Haase: Die Hype-Phase klingt langsam ab, aber dafür wird Scala produktiv eingesetzt. Wirklich Mainstream ist es sicher noch nicht, aber eben auch keine spekulative Randerscheinung mehr.

JAXenter: Wie sollte man sich als Java-Entwickler der Scala-Sprache annähern?

Arno Haase: Zunächst einmal: Am besten mit Spaß an der Sache 😉

Eine der netten Seiten an Scala ist, dass man die Sprache sehr sanft und graduell einsetzen kann – man kann zunächst „Java mit etwas netterer Syntax“ programmieren und dann Schritt für Schritt die Features einsetzen, mit denen man sich wohlfühlt.

JAXenter: Scala wird von manchen als kompliziert angesehen. Was sagen die Teilnehmer deiner Workshops dazu?

Arno Haase: Verschiedenes 😉 Manche sind natürlich erschlagen von den vielen Möglichkeiten und haben das Gefühl, sie müssten alle die Dinge komplett verstanden haben, die im Workshop vorkommen. Das führt dann leicht dazu, dass man sich unter Druck fühlt.

Aber da wir ausführliche praktische Teile haben und jeder Teilnehmer im Workshop lauffähigen Scala-Code schreibt und weiterentwickelt, haben am Ende eigentlich alle zumindest ein solides Verständnis, mit dem sie den praktischen Einstieg machen können.

JAXenter: Na dann, viel Spaß mit Scala und den Java-Kuriositäten!

Arno Haase auf der W-JAX 2011:

  • Power Workshop: Einstieg in Scala

    07.11.2011 | 09:00 – 17:00 Uhr

    Speaker: Roman Roelofsen – WeigleWilczek GmbH, Jan Blankenhorn – Weigle Wilczek GmbH, Arno Haase – Arno Haase Consulting, Felix Becker – JUBECO GmbH

    Scala erobert die Java-Welt im Flug. Und das ist kein Wunder, denn Scala ist eine ausgereifte, objektfunktionale, statisch typisierte, leichtgewichtige, ausdrucksstarke, pragmatische und skalierbare Sprache für die Java Virtual Machine, die hundertprozentig „abwärtskompatibel“ zu Java ist. Was bedeutet das für Sie? Zum Beispiel können Sie mit Scala die Lines of Code signifikant reduzieren, wirklich ausdrucksstarken und damit gut verständlichen Code schreiben und neue Möglichkeiten wie Closures einsetzen. Interessiert? Dann lernen Sie in diesem Workshop die Grundlagen dieser zukunftsträchtigen Programmiersprache kennen. Wir werden zahlreiche praktische Übungen durchführen, bitte bringen Sie daher Ihr Notebook mit.

  • Javas Kuriositätenkabinett

    09.11.2011 | 19:45 – 20:45

    Speaker: Arno Haase – Arno Haase Consulting

    Diese Session führt Java-Code vor, der sich überraschend verhält. Das reicht von skurrilen Codeschnipseln und naheliegenden Designentscheidungen mit überraschenden Nebenwirkungen bis hin zu idiomatischen Leckerbissen. Die Beispiele sind für Anfänger nachvollziehbar, aber auch erfahrene Java-Entwickler kommen auf ihre Kosten. Das ist eine Session mit Unterhaltungswert.

Arno Haase ist selbständiger Softwarearchitekt aus Braunschweig. Neben seiner Beratungstätigkeit krempelt er gerne die Ärmel hoch und schreibt selbst Software, sowohl in Kundenprojekten als auch Open Source. Er ist eines der Gründungsmitglieder von se-radio.net, dem Software Engineering Podcast. Außerdem spricht er regelmäßig auf einschlägigen Konferenzen und ist Autor diverser Artikel und Patterns sowie Koautor von Büchern über JPA und modellgetriebene Softwareentwicklung.
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