iOS-Apps mit Java entwickeln

RoboVM 1.2: Optimierung über alles

Michael Thomas

© Shutterstock.com/charles taylor

Java auf der iOS-Plattform – das ermöglicht das Open-Source-Projekt RoboVM. Nachdem Ende März die erste stabile Version des quelloffenen Ahead-of-Time-Compilers erschien, ist mit Version 1.2 nun ein Update verfügbar, das sich in erster Linie auf Optimierungen konzentriert.

Als wichtiger, die Geschwindigkeit einer Anwendung beeinflussender Faktor wurde die voreingestellte Heap-Größe des Garbage Collectors von 4 auf 16 MB erhöht. Dieser agiert den Entwicklern zufolge dadurch etwas weniger „agressiv“, was die Anzahl der durchgeführten Sammlungen reduzieren soll. Einige Stellen im JNI-Code der Laufzeit-Klassenbibliothek, die für überflüssige Allokationen verantwortlich waren, wurden demnach ebenfalls ausgebügelt.

Auch an der Größe der Programmdateien und den Linkzeiten wurde gearbeitet. So wurde beispielsweise die Größe der libGDX Super Jumper Demo im Vergleich zu RoboVM 1.1 um 23% und die Linkzeit gar um 50% reduziert. Wie die Entwickler anmerken, hängt das Ausmaß der Reduzierungen natürlich stark von der Komplexität der jeweiligen App sowie den Spezifikationen des verwendeten Entwicklungscomputers ab.

Alle weiteren Änderungen, vor allem Bindings betreffend, sowie ein erster Ausblick darauf, was die nächste Version von RoboVM voraussichtlich bieten wird, können der offiziellen Release-Mitteilung entnommen werden.

Über RoboVM – iOS-Anwendungen mit Java

Als Ahead-of-Time-Compiler übersetzt RoboVM Java-Code in Binärcode für iOS, Mac OS X und Linux. Neben einem uneingeschränkten Zugriff auf die Java-Plattform – und damit das gesamte Java-Ökosystem – bietet RoboVM mit “Bro” zudem eine hausgemachte Java-To-Native-Bridge, die sowohl die Verbindung mit der iPhone- und iPad-Hardware, als auch die Nutzung von durch iOS bereitgestellten Diensten (z. B. In-App-Käufe) ermöglicht. Bro bietet den Entwicklern zufolge außerdem eine einfacherer Bedienung und bessere Performance als JNI. Zur Zeit unterstützt RoboVM die IDEs Eclipse und Android Studio. Mit Version 1.1 wurde zudem die Integration des Interface Builder, der die Erstellung grafischer Benutzeroberflächen ermöglicht, realisiert.

Mehr über RoboVM erfahren Sie auch im JAXenter-Interview mit dem Projektentwickler Niklas Therning.

Aufmacherbild: a team of robots von Shutterstock.com / Urheberrecht: charles taylor

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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