Offen für alle JVM-Sprachen

Erste stabile Version von RoboVM 1.0 erschienen

Michael Thomas

© Shutterstock.com/josefkubes

Wie der Entwickler Trillian Mobile bekannt gegeben hat, ist nach insgesamt vier Beta-Versionen – die erste erschien vergangenen Dezember – nun die erste stabile Version von RoboVM 1.0 verfügbar. Neben zahlreichen neuen Features stehen im Rahmen des Release erstmals auch kommerzielle Lizenzen zur Verfügung.

Highlights und kommerzielle Lizenzen

Wie fast jedes Update, so bringt auch RoboVM 1.0 eine Akutalisierung des Debugger mit sich. Dieser bietet nunmehr komplette JDWP-Funktionalität. Die Unterstützung von RAM-Disk Caches soll die Geschwindigkeit des Kompilierungs- und des Linking-Prozesses bei der Verwendung langsamer Festplattenlaufwerke erhöhen. Unterstützt wird ab sofort ebenfalls die Datenkompression mit HFS+: Alle Dateien im Cache werden nun komprimiert, was den Kompilierungsprozess zusätzlich beschleunigt und den für den RoboVM-Cache benötigten Speicherplatz reduziert. Außerdem stehen u.a. Projekt-Templates, ein Support für Maven-Archetypen und ein neuer Eclipse Project Wizard bereit.

Die mit RoboVM 1.0 eingeführten kommerziellen Lizenzen läuten derweil keine Beschneidung der Kernfunktionalität ein; diese bleibt nach wie vor komplett kostenfrei. Die Lizenzen eröffnen jedoch neue Komfort-Features und Support-Dienstleistungen, deren Erlöse in die Weiterentwicklung des Projekts fließen sollen. Zum Leistungskatalog gehören u.a. verbesserte Crash-Reports, ein privater E-Mail-Support, die Unterstützung von JavaFX sowie die Belieferung mit Hotfixes.

Über RoboVM – iOS-Anwendungen mit Java

iOS-Entwicklung in Java und anderen JVM-Sprachen ermöglichen: auf dieser Mission befindet sich RoboVM, ein Ahead-of-Time-Compiler, der Java-Code in Binärcode für iOS, Mac OS X und Linux übersetzt. Neben einem uneingeschränkten Zugriff auf die Java-Plattform  und damit das gesamte Java-Ökosystem bietet RoboVM mit „Bro“ zudem eine hausgemachte Java-To-Native-Bridge, die sowohl die Verbindung mit der iPhone- und iPad-Hardware, als auch die Nutzung von durch iOS bereitgestellten Diensten, wie beispielsweise In-App-Käufe, ermöglicht. Bro bietet den Entwicklern zufolge außerdem eine einfacherer Bedienung und Performance als das ebenfalls in RoboVM enthaltetene JNI. Zur Zeit unterstützt RoboVM die IDEs Eclipse und Android Studio, die Integration des Xcode Interface Builder ist für das 2. Quartal 2015 angedacht.

Mehr über RoboVM erfahren Sie auch im JAXenter-Interview mit dem Projektentwickler Niklas Therning.

Aufmacherbild: Vintage tin toy robot von Shutterstock.com / Urheberrecht: josefkubes

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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