RedHats Cloud-Strategie: OpenShift für Enterprise und "As-a-Service"

Hartmut Schlosser

Red Hat hat seine Strategie für OpenShift vorgelegt, die Platform-as-a-Service (PaaS) Lösung für Public Clouds und On-Premise Datacenter. Noch in diesem Jahr sollen integrierte Enterprise-Distributionen verfügbar werden sowie ein Gebühren-basierter PaaS-Dienst mit Red-Hat-Support-Leistungen.

OpenShift ermöglicht das Deployen von Webanwendunugen in verschiedenen Sprachen in einer Cloud-Umgebung. Seit seiner Einführung im Mai 2011 wurde die Unterstützung von Programmiersprachen und Frameworks stetig ausgebaut und umfasst momentan Ruby, Python, PHP, Perl, Java, node.js sowie Frameworks wie CodeIgniter, CakePHP, Ruby on Rails, Django und Sinatra. Explizit ist auch Java EE 6 Support gegeben. Im April 2012 stellte Red Hat den gesamten Quellcode des OpenShift-Kernes unter dem Label „OpenShift Origin“ frei zur Verfügung.

Die vorgestellte Roadmap sieht vor, unter Einbezug verschiedener RedHat-Technologien (Red Hat Enterprise Linux, Red Hat Storage, JBoss Enterprise Middleware, etc.) typische Anforderungen von Unternehmen wie fortgeschrittene Sicherheitsmechanismen, ALM-Support, skalierbare Mandantenfähigkeit und Middleware-Anbindung abzudecken. Insbesondere soll OpenShift um ein spezielles DevOps-Operationsmodell, ein ITOps-Modell auf der Basis von CloudForms sowie eine Self-Managed Version mit Offline-Modus, bei der OpenShift auf einem Entwickler-Laptop ausgeführt wird, ergänzt werden.

Zudem soll OpenShift-as-a-Service, ein gebührenpflichtiger Cloud-Dienst mit vollem RedHat Support, noch im Laufe dieses Jahres an den Start gehen. Insgesamt will man daran arbeiten, dass das Entwickeln eigener PaaS-Lösungen auf Basis des offenen OpenShift-Quellcodes erleichtert wird. Weitere Cloud- und Virtualisierungsanbieter sollen für die Unterstützung von OpenShift gewonnen werden, heißt es in der Ankündigung.

RedHat steht mit diesem ambitionierten OpenShift-Angebot im Wettbewerb mit Cloud Foundry, der ebenfalls Open Source verfügbaren PaaS-Lösung aus dem Hause VMware. In einem Webcast nannte Red Hats Vice President Scott Crenshaw drei Alleinstellungsmerkmale von OpenShift, erstens die Einbettung in die eigenen Linux-Distributionen, zweitens die Integration in RedHats Middleware-Plattform und drittens der eingebaute Multi-Tenancy-Support, durch den sich multiple Anwendungsinstanzen auf einer einzigen virtuellen Maschine ausführen lassen.

Red Hat hat für seine neuen OpenShift-Angebote noch keine Preisliste vorgelegt. Die Verfügbarkeit soll aber bereits im Sommer dieses Jahres gegeben sein.

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Hartmut Schlosser
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