Rechnet sich der Einsatz von agilen Methoden?

Zusammenfassung

Natürlich kann kein allgemeingültiger Business Case aufgestellt werden, ohne die konkrete Situation mit einzubeziehen. Trotzdem rechnen sich agile Methoden in vieler Hinsicht und sind definierten („Wasserfall“-)Prozessen vorzuziehen.

Regelmäßige iterative Fertigstellung kleiner Inkremente kann die Time to Market von Produkten deutlich verkürzen. Dadurch können früher Umsätze erzielt und Gelegenheiten wahrgenommen werden, die man sonst als zu kurzfristig hätte verstreichen lassen müssen. Änderungen können nach jeder Iteration erfolgen und unterliegen keinem teuren Change Management, das versucht, dem Kunden die Änderungen auszureden. So kann schnell auf neue Rahmenbedingungen und die Konkurrenz reagiert werden. Die enge Kommunikation mit Kunden und Benutzern führt dazu, dass nur das entwickelt wird, was tatsächlich benötigt wird. Dadurch werden Fehl- und Blindleistung vermieden, was eine Kostenersparnis von rund zwei Dritteln der Entwicklungskosten ausmachen kann. Durch das Risikomanagement komplexer Problemstellungen in der Softwareentwicklung auf Basis empirischer Prozesse, können Projektrisiken schon früh erkannt und gehandhabt werden. Der Nutzen des Systems steigt quasi durch die Vermeidung negativen Geschäftswerts. Die Forcierung hoher und nachhaltiger Qualität senkt die Kosten in der Wartung des Systems nachweislich bis auf die Hälfte der Kosten bei einem üblichen Vorgehen.

In Addition kann man durch den Einsatz von Agilität also Kosten sparen, Risiken minimieren und den Nutzen einer Anwendung steigern – auch wenn sicherlich gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen.

Mirko Novakovic ist Mitgründer und Vorstand der codecentric AG. Er entwickelt selbst seit mehr als 14 Jahren geschäftskritische Anwendungen, davon die ersten zehn Jahre mit schwergewichtigen Methoden. Ein hochqualifiziertes Team, agile Methode und solide Technologien stehen für ihn und die Agile Software Factory im Mittelpunkt erfolgreicher und kosteneffizienter Entwicklung.

Andreas Ebbert-Karroum leitet das Competence Center Agilität der codecentric AG. Seit 14 Jahren entwickelt er mit Java[S|E]E und bringt seine Kompetenzen auch als Scrum Master und Product Owner ein. Aktuell arbeitet er aktiv am Scrum-Developer-Programm von scrum.org mit. Seine Leidenschaft ist die Auflösung der Engpässe zur Verbesserung der Agilen Software Factory.

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