Puppet Types and Providers

Untertitel

Extending Puppet with Ruby

Autor

Dan Bode, Nan Liu

Verlag

O’Reilly Verlag

Erschienen

2012

Seiten

90

Preis

16,00

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-449-33932-6

Preis

16,00

Bei Puppet handelt es sich um ein Tool zum Konfigurationsmanagement, das insbesondere auf Server abzielt. Im Vorwort erfährt der Leser, dass ein Tool wie Puppet eine Schlüsseltechnologie der DevOps-Bewegung sei. Klar, die automatisierte Konfiguration eines Servers nebst definiert durchgeführter Softwareinstallation reißt die Silos von Entwicklung und Administration ein und ermöglicht eine durchgängige automatisierte Unterstützung für Build und Deployment.

Neben dem genannten kurzen Hinweis im Vorwort erklärt das vorliegende Buch jedoch nicht, worum es sich bei Puppet handelt und wie dieses eingesetzt wird. Vielmehr wenden sich die Autoren an Entwickler oder Admins, die sich bereits mit Puppet und Betriebssystemen, insbesondere Linux, auskennen. Thema des Buchs ist nämlich die maßgeschneiderte Erweiterung und Nutzung von Puppet mithilfe selbst erstellter Typen und Provider. Da diese in Ruby erstellt werden, sind entsprechende Kenntnisse von Vorteil, laut Autoren aber nicht zwingend erforderlich. Und so erläutern sie die Hintergründe von Puppet-Ressourcen. Diese bestehen im Wesentlichen aus zwei Schichten: dem Typ und dem Provider. Dabei stellt der Provider eine spezifische, z. B. plattformabhängige Implementierung eines Typs dar. Die beiden größten Kapitel des Buchs sind diesen beiden Themen gewidmet. Bei den Typen gehen die Autoren auf Definition, Attribute wie Namensvariable, Eigenschaften, insbesondere die Eigenschaft ensure, Vorgabewerte, Eingabevalidieung, Inlinedokumentation und mehr ein. Im Kapitel über Provider erläutern die Autoren, wie ein solcher erstellt und mit einem Typ verbunden wird, wie Puppet den passendsten Provider bestimmt, wie der Ressourcenstatus verwaltet wird oder Provider die Instanzen abrufen. Das letzte Kapitel befasst sich mit fortgeschrittenen Themen wie dem Auslösen eines Refreshs, Features, die nur von bestimmten Implementationen genutzt werden sowie der Wiederverwendung von Code. Bei den Features handelt es sich um Ausprägungen, die nicht zwingend vorhanden sind. Wird beispielsweise ein Typ SQL-Datenbank definiert, so kann dieser über ein Feature Engine verfügen, das nur für solche Datenbanken implementiert wird, die über eine entsprechende Wahlmöglichkeit verfügen.

Da nicht die Anwendung von Puppet, sondern die Erstellung eigener Typen und Provider Thema des Buchs ist, wird ein recht spezialisierter Leserkreis adressiert. Das Buch ist mit zahlreichen Listings versehen, die teilweise erweitert werden, was zu Wiederholungen führt. Insbesondere spricht das Buch den Praktiker an, der alle Beispiele direkt nachvollziehen möchte.

Michael Müller

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