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Wie steht es um die mobile Welt?

Progressive Web Apps und die Zukunft des Internets: MTC & IoT Con 2018 eröffnet

Ann-Cathrin Klose

Peter Kröner sprach in der Keynote über Progressive Web Apps © S&S Media

Die Mobile Technology Conference und die IoT Conference 2018 sind eröffnet. Die Eröffnungskeynote hielt Peter Kröner, der über Progressive Web Apps sprach: Welche Vorteile haben PWAs und was kann man damit erreichen?

Progressive Web Apps waren nicht nur im vergangenen Februar auf der BASTA! Spring 2018 ein großes Thema – auch die Schwesterkonferenzen Mobile Technology Conference und IoT Con wurden von Peter Kröner (Brainfire Design) mit einer Keynote zu diesem Thema eröffnet. Web und Mobile nähern sich immer weiter an: Die Vorteile nativer mobiler Apps, implementiert in Form einer installierbaren Webanwendung. In seiner Keynote sprach Kröner über das große Ganze, das Gesamtbild der PWAs: Was können sie, wie gut funktionieren sie auf verschiedenen Plattformen und wie werden sie die Zukunft des Internets prägen?

Der Status Quo der mobile Welt

Zuerst beschäftigte die Teilnehmer der Konferenzen aber eine andere Frage: Wie steht es um die mobile Welt?  Die teilt sich inzwischen eigentlich auf iOS und Android auf, wie Sebastian Meyen (Software & Support Media) im Rahmen der Eröffnung der Schwesterkonferenzen Mobile Technology Conference und IoT Conference ausführte. Windows Mobile gibt es hingegen nicht mehr, hier geht es inzwischen um das Multi-Plattform-Konzept. Dass das mobile Web aber immer wichtiger wird, zeigt sich allein schon an den Zahlen der Suchanfragen, die über Google reinkommen. Mehr als 50 Prozent des Suchmaschinen-Traffics entfällt inzwischen auf Smartphones.

Technologisch spricht man im Web derzeit von JavaScript und Angular, aber auch Frameworks und Libraries für die native Entwicklung sind ein wichtiges Thema: React Native und NativeScript ermöglichen den Schritt von der Web-App aufs Smartphone. Hier wird aber noch immer mit mehreren parallelen Anwendungen gearbeitet, nicht mit einer einzelnen für alle Plattformen. Das soll sich mithilfe von Progressive Web Apps ändern.

Progressive Web Apps auf der MTC 2018

Progressive Web Apps sind insofern kein Thema, das nur im Mobile-Bereich wichtig ist. PWAs waren bereits auf der BASTA! Spring 2018 ein großes Thema und auch die Schwesterkonferenzen Mobile Technology Conference und IoT Con wurden von Peter Kröner nun mit einer Keynote zu diesem Thema eröffnet. Web und Mobile nähern sich mit PWAs immer weiter an: Die Vorteile nativer mobiler Apps, implementiert in Form einer installierbaren Webanwendung. In seiner Keynote sprach Kröner über das große Ganze, das Gesamtbild der PWAs: Was können sie, wie gut funktionieren sie auf verschiedenen Plattformen und wie werden sie die Zukunft des Internets prägen?

Die wichtigsten Eigenschaften von PWAs sind, dass sie installierbar sind, über den Homescreen aufgerufen werden können und offline funktionieren. Das funktioniert über viele Devices hinweg gleichermaßen verlässlich: Die Offline-Funktionalität beruht auf JavaScript, das kann der Desktop-PC genau so verarbeiten wie das Smartphone. Im Kern steht der Browser hinter der Funktion. Der muss aber nicht aufgerufen werden – im Hintergrund beruhen die Anwendungen aber doch auf dem Browser. Sichtbar für den Anwender wird das aber nicht, wenn er eine PWA öffnet, so Kröner. Wer öffnet schon den Browser, wenn er keinen Internetzugang hat? Mal eben eine Anwendung öffnen, das macht der Anwender eher. Der Browser fungiert dabei als eine Art von Runtime auf dem Device.

PWAs überall?

Technisch stehen dahinter das App Manifest und Service Worker. Damit wird festgelegt, wie sich die App auf dem Device verhält: Wann wird die Anwendung aus dem Cache geladen, welche Daten müssen erneut abgefragt werden? So kann auch das Einspielen von Updates gelöst werden. Dies ist jedoch mit mehr Aufwand verbunden. Auch ist das Ökosystem rund um PWAs noch nicht allzu groß, wie Kröner in seiner Keynote berichtet. Zwar gibt es mit Workbox eine Library, die Service Worker erzeugen kann, und mit Lighthouse eine Library zum Testen – Frameworks für PWAs fehlen aber noch, sodass der Aufwand für die Entwicklung stellenweise recht hoch ist.

Dem gegenüber steht aber, dass mit einer PWA keine einzelnen Anwendungen für verschiedene Plattformen entwickelt werden müssen – zumindest theoretisch. So unterstütz Chrome das Konzept vollständig, auch in Firefox ist es implementiert. Microsoft hat die Implementierung des Konzepts für das nächste Creators-Update angekündigt und auch Apple arbeitet daran. Wie umfassend die Implementierung auf iOS aber werden wird, sei laut Peter Kröner noch nicht abschließend zu beurteilen. Somit ist der größte Vorteil von PWAs derzeit wohl nicht, dass sie auf allen Plattformen funktionieren, sondern, dass sie offline verfügbar sind.

Geschrieben von
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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