Zum "Iss-eine-Kiwi-Tag"

Programmieren mit Kiwi: „Learn the Hard Parts of Coding“

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Dmitry Naumov

Am 24. Mai ist der offizielle „Iss-eine-Kiwi-Tag“. Doch keine Sorge, hier folgt keine News zum Thema gesunde Ernährung. Denn Kiwi ist auch in der Entwicklerwelt mehrfach vertreten. Zum einen ist es eine esoterische Programmiersprache. Zum anderen gibt es mit Kiwi Compute ein Projekt, das unter anderem von Google, Mozilla und NSF unterstützt wird.

Wir schreiben das Jahr 2016 als eine neuseeländische Vermarktungsgesellschaft am 24. Mai den „Iss-eine-Kiwi-Tag“ ins Leben ruft. Jährlich trifft nämlich ungefähr zu dieser Zeit die Kiwi-Ernte aus Neuseeland in Europa ein.

Anlässlich dieses fruchtigen Ehrentags haben wir uns ein Herz bzw. eine Kiwi gefasst und unter die Lupen genommen, was die Entwicklerwelt zum Thema Kiwi zu bieten hat. Denn neben dem Geschmack und dem Gesundheitsaspekt, hat so eine Kiwi natürlich noch einige weitere Vorzüge – darunter Anziehungskraft! Und so kam es, dass diese unscheinbare Frucht bis auf Entwickler ausstrahlte und sie bei ihren Projekten inspirierte.

Programmieren mit Kiwi

Einmal präsentiert sich uns Kiwi als ein laufendes „forever project“ zur Erschaffung einer Programmiersprache. Kiwi kann hierbei einerseits als Lernmöglichkeit gesehen werden. Andererseits sei die Programmiersprache auch ein „Spielplatz“, auf dem man sich zu allen Themen des Sprachdesigns austoben kann. Natürlich ist das Ganze kein wirklich ernstzunehmendes Projekt, doch der Code ist als freie Software verfügbar:

func fibonacci n
{ 
    if n < 2 { 
        return n
    } 
    m := fibonacci(n - 1)
    p := fibonacci(n - 2)
    return m + p
}

i := 0
while i < 10 { 
    i := i + 1
    fib := fibonacci(i)
    write(fib, "\n")
}
i := 0
while i < 100 {
    i := i + 1

    if i % 15 = 0 {
        write("Fizz Buzz\n")
    }
    else i % 3 = 0 {
        write("Fizz\n")
    }
    else i % 5 = 0 {
        write("Buzz\n")
    }
    else {
        write(i, "\n")
    }
}

Kiwi Compute: Programmieren für Kids

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Kiwi Compute, ein Ökosystem für Kinder, in dem sie sich an der Programmierung versuchen dürfen. Kiwi Compute lehrt Schülern, die schwierigen Stellen des Programmierens zu meistern und hilft ihnen, selbst die ersten Schritte hin zum ausgebildeten Entwickler zu bestreiten.

Die Kinder arbeiten auf der Plattform gemeinsam an unterschiedlichen Projekten und nutzen dabei Programmierwerkzeuge für Erwachsene. Doch ihnen werden nicht nur die Basics der Programmierung, sondern auch die Denkweise eines Programmierers vermittelt. Überdies erfahren sie, was es heißt, mit einer Community zusammenzuarbeiten. In vier Phasen erlernen die Kinder das Handwerk des Programmierens und den Umgang mit Technik.

Prominente Unterstützer

Neben einem ersten Einblick in die Welt des Programmierens, bietet Kiwi Compute auch die Möglichkeit, Technologien zu erforschen, eine mögliche Leidenschaft zu entwickeln und Selbstvertrauen aufzubauen. Die Plattform richtet sich an alle Schüler – Hintergrund, Erfahrungsgrad und demografische Herkunft spielen dabei keine Rolle.

Das Projekt darf sich zudem über prominenten Support freuen. Google, Mozilla und NSF werden beispielsweise als Unterstützer gelistet. Wer gerne seine Kinder oder die von Freunden und Verwandten mit der Welt des Codens bekannt machen will, findet alle weiteren Informationen zu Kiwi Compute auf der offiziellen Homepage.

Es stimmt also: Java ist nicht nur eine Insel und Kiwi ist nicht nur eine Frucht: Wir wünschen viel Spaß beim Programmieren und guten Appetit!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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