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Auf dem Spielplatz

Play with Docker: Docker spielend leicht lernen

Dominik Mohilo

© Shutterstock.com / My Life Graphic

Die Tatsache, dass Container in der Welt der Softwareentwicklung eine Rolle spielt, dürfte mittlerweile bei jedem angekommen sein. Und natürlich drängt sich einem bei der Erwähnung von Containern der Name „Docker“ sofort auf. Trotzdem gibt es zahlreiche Entwickler und Administratoren, die sich noch nicht so richtig mit Docker auskennen – ein Umstand, dem das Portal Play with Docker den Kampf angesagt hat.

Ist Docker der Heilige Gral der Softwareentwicklung? Nun, darüber lässt sich streiten. Im Gegensatz zum göttlichen Kelch lässt sich Docker jedenfalls sehr viel einfacher finden. Seit Oktober letzten Jahres können alle, die sich gerne mal an Docker versuchen möchten, das sogar online tun. Völlig ohne Installation und irgendwie geartetes Herunterladen ist es möglich, Docker-Kommandos auszuführen, Container zu erstellen und zu betreiben. Man kann sogar den Docker Swarm Mode nutzen, um ganze Cluster zu basteln.

Der Docker-Spielplatz

Geboren wurde die Idee, einen Docker-Spielplatz im Browser zu realisieren, von Marcos Nils und Jonathan Leibiusky. Um mehrere virtuelle Maschinen bzw. PCs zu simulieren, läuft unter der Haube von Play with Docker Docker-in-Docker (DinD). Auf der diesjährigen DockerCon haben die beiden Erfinder die Infrastruktur des Online-Spielplatzes im Detail präsentiert, einen Video-Mitschnitt ihrer Session gibt es auf YouTube.

Neben der reinen Docker-Funktionalität im Browser bietet Play with Docker allerdings noch mehr, nämlich den sogenannten Classroom. Hier zeigt sich eine besondere Liebe zum Detail, mit der diese Plattform aufgebaut wurde, denn die Kurse starten tatsächlich mit den absoluten Grundlagen, also dem Starten eines Containers.

Zum Starten kann man sich zwischen zwei unterschiedlichen Kursen, nämlich dem für IT-Profis und Systemadministratoren und dem für Entwickler entscheiden. Diese beinhalten Lerneinheiten, die aus Probeaufgaben, Video-Tutorials, Rätseln oder einfachen Arbeitsanweisungen bestehen.

Wer sich nicht für einen der vorgefertigten Wege entscheiden mag, sondern selbst die Dinge herauspicken möchte, die ihm wichtig sind, für den gibt es eine vollständige Liste individueller Lerneinheiten. Dank hilfreicher Tags kann man dabei gleich auf den ersten Blick sehen, ob die Lerneinheit für einen selbst interessant ist.

Neues Spielzeug für die Docker-Padawane

In den letzten Monaten ging die Arbeit am Playground stetig weiter und die begeisterte Community sorgte für eine rapide Verbreitung. Ein neues Feature, das vor Kurzem umgesetzt wurde, ist der PWD Docker machine driver. Da viele Veteranen sich wünschten, PWD auch für Workshops und Trainingsessions einzusetzen, kann dieser genutzt werden, um eigene PWD Hosts im gewünschten Terminal zu erstellen und zu verwalten.

Hochladen von Dockerfiles per Drag-and-Drop / Quelle: Docker Blog

Per Drag-and-Drop können Dockerfiles im Übrigen jetzt auch ganz einfach in das PWD-Fenster gezogen und damit hochgeladen werden. Einfacher wird die Nutzung des Playgrounds durch das vordefinierte Template für einen Swarm, der aus bis zu fünf Nodes bestehen darf, in Sekundenschnelle ist der Swarm betriebsbereit.

Weitere Informationen zu Play with Docker gibt es auf der offiziellen Homepage und auf dem Docker Blog, zu den Trainingskursen geht es hier. Wer sich gerne an dem Portal beteiligen möchte, findet alles Wissenswerte dazu auch auf GitHub.

DevOps Docker Camp

Teilnehmer lernen die Konzepte von Docker und die darauf aufbauenden Infrastrukturen umfassend kennen. Schritt für Schritt bauen sie eine eigene Infrastruktur für und mit Docker auf.

Alle Termine des DevOps Docker Camps 2018 in der Übersicht

München: 19. – 21. Februar 2018
Berlin: 14. – 16. März 2018

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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