Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android Spezial: Die TicWatch C2 im Praxistest

Katharina Degenmann

Neues Jahr, neue Smartwatch! Bereits vergangenes Jahr kamen wir in den Genuss einer Smartwatch und prüften die Mobvoi TicWatch Pro drei Wochen lang auf Herz und Nieren. Nun stellt das chinesische KI-Unternehmen mit der TicWatch C2 den Nachfolger vor. Diese Gelegenheit packten wir beim Schopf und unterzogen die Smartwatch, ebenfalls drei Wochen lang, einigen Tests.

TicWatch C2: Ja was kommt denn da daher? – eine Smartwatch, bitte sehr!

Wie schon beim letzten Mal erreichte mich die Smartwatch per Post. Quadratisch, praktisch, weiß – befand sich die Uhr, zusammen mit Akku und Bedienungsanleitung, in einer handlichen Box im wohl typischen Mobvoi-Versand-Design. Mehr wird im Grunde aber auch nicht benötigt.

Nach dem Öffnen der Box sticht sofort die erste optische Änderung ins Auge: Als hätte man meine Kritik bezüglich der klobigen Optik der TicWatch Pro erhört, erscheint die TicWatch C2 im klassisch, schlanken Uhrendesign.

Die Mobvoi-Smartwatch ist normalerweise in drei verschiedenen Farben (Schwarz, Platin, Rose Gold) erhältlich, in diesem Fall lag uns das Modell in der Farbe „Platin“ vor, inklusive eines 18 Millimeter breiten Echtleder-Armbandes. Zwar ist das Gehäuse aus Edelstahl, dennoch besteht kein Grund zur Sorge – die Rückseite der Uhr ist aus Kunststoff und somit hitzeunempfindlich. An der Unterseite befinden sich, wie schon bei der TicWatch Pro, zum einen der Pulsmesser und zum anderen die Magnet-Pins für den Ladeanschluss.

Doch viel interessanter als die Optik, sind natürlich die technischen Spezifikationen:

  • Maße (mm): 42.8×42.8×12.7
  • Farben: Schwarz, Platin, Rosegold
  • Anzeige: 1.3 AMOLED (360 x 360 px)
  • Betriebssystem: Wear OS by Google
  • RAM/ROM: 512M/4GB
  • Kompatibilität: Android, iOS
  • Prozessor: Qualcomm® Snapdragon Wear™ 2100
  • Konnektivität: Bluetooth v4.1, WiFi 802.11 b/g/n, GPS; PS + GLONASS + Beidou, Sensoren, Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Heartschlagsensor, NFC-Zahlung, Google Pay
  • Batteriekapazität: 400mAH (1.5 Tage)
  • Wasserdichte: IP68

Die Inbetriebnahme der TicWatch C2 erfolgt auf dieselbe Weise wie auch schon bei ihrem Vorgänger. Sobald man die Uhr eingeschaltet hat, wählt man die passende Sprache aus und folgt den Anweisungen der Uhr. Damit die Smartwatch auch wirklich „smart“ genutzt werden kann, muss man sie mit dem Smartphone verbinden und die Wear OS App von Google herunterladen. Und Bluetooth einschalten nicht vergessen!

#1: Display und Akku

Steuern lässt sich die Uhr über einen kreisrunden, 1,3 Zoll großen AMOLED-Touchscreen. Besonders die Helligkeit und die recht gute Auflösung stechen beim ersten Kontakt hervor. Geschuldet ist das den 360 x 360 Pixeln und den 392 ppi, die tiefe Schwarztöne und lebendige Farben ermöglichen.

Zudem beweist Mobvoi ein weiteres Mal ein Herz für Ästheten und stellt eine Auswahl an Zifferblättern zur Verfügung, die jederzeit ausgewechselt werden können.

Auf dem Ziffernblatt selbst stehen, je nach Modell und eingeschalteten Funktionen, wesentliche Informationen wie Datum, Uhrzeit, Schritte oder Akku-Laufzeit.

Apropos Akku-Laufzeit. Zur Energieversorgung verbaut Mobvoi einen Akku mit 400 mAh und gibt eine Batterie-Lebensdauer von 36 Stunden an. Das haben wir natürlich sofort überprüft und können diese Zeit bestätigen. Allerdings ist der Akku in der Regel am Ende eines Tages bei unter 50 Prozent, das heißt, um das tägliche Aufladen kommt man trotzdem nicht herum.

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#2: Ausstattung und Funktionen

Zur Bedienung der Uhr stehen, neben dem Screen versteht sich, an der Seite zwei Knöpfchen zur Verfügung. Mit dem Einen lässt sich beispielsweise der Google Assistant starten, der Dank eingebautem Mikrofon großartige Unterstützung leistet. Was fehlt, ist ein zweiter Speaker, wodurch leider leider kein telefonieren möglich ist. Bei der TicWatch Pro war das ein wesentliches Highlight!

Allerdings dürfen alle Sportfans nun in Ekstase geraten; mit integriertem GPS, dem Herzfrequenzsensor und dem Schrittzähler ist für alles gesorgt. Mit dem Google Play Store an Board lassen sich natürlich auch noch andere Fitness-Apps nutzen. Obendrauf packt Mobvoi herstellereigene Fitness-Apps, die über nette Extras wie eine automatische Pausenfunktion beim Laufen verfügen. Ansonsten ist Mobvois Smartwatch staub-, regen und schweißresistent, allerdings wasserscheu – beim Schwimmen hört der Spaß dann doch auf.

Wer beim Laufen gern Musik hört, kann sich diese auf den 4 GB großen internen Speicher laden und einen Bluetooth-Kopfhörer mit der Uhr verbinden. Neben Bluetooth 4.1 beherrscht die Uhr auch WLAN 802.11 b/g/n.

Auch Freunde des kontaktlosen Bezahlens kommen auf ihre Kosten. Wie auch schon das Vorgängermodell, verfügt die TicWatch C2 über Google Pay. Auch das funktioniert ohne Probleme, sollte das Geschäft Google Pay akzeptieren. Welche Geschäfte kontaktloses Bezahlen akzeptieren, kann auf der offiziellen Seite nachgelesen werden.

#3: Fazit

Da die Smartwatch in der Größe kleiner ausfällt, wirkt sie edel und minimalistisch und ist daher Ideal für Menschen mit zierlicheren Händen.

Obwohl die TicWatch C2 über keinen Speaker mehr verfügt (kein telefonieren mehr über die Uhr möglich!), kann sie immerhin GPS und NFC vorweisen – das reicht vollkommen aus. Auch sonst bietet das Nachfolgemodell keine besonderen Funktionen, etwa ein Dual-Display wie bei der TicWatch Pro. Aber besonders in Sachen Gesundheit und Fitness macht sie eine gute Figur. Ein großer Vorteil besteht im Smartwatch-Betriebssystem Wear OS. Wer damit vertraut ist, findet sich sofort zurecht und auch ohne Vorkenntnisse ist die Bedienung recht einleuchtend. Zudem wird keiner diskriminiert, da die TicWatch C2 auch mit iOS gekoppelt werden kann.

Für 199,99 Euro ist die TicWatch C2 vergleichsweise günstig und man bekommt dafür einiges geboten.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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