Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android Spezial: Google I/O 2019

Katharina Degenmann

Die Google I/O öffnet auch in diesem Jahr wieder Tür und Tor für zahlreiche Zuschauer und präsentiert allerlei spannende Neuerungen für unser allerliebstes Betriebssystem – und nicht nur dafür. Neben der neuen Android-Q-Beta-Version zeigt Google außerdem zwei neue Pixel-Smartphones, ein Smart-Display und Neuerungen vom Google Assistant. Wir haben diese und die weiteren wichtigsten Neuerungen für Euch zusammengefasst.

Am 07.05. 19 war der diesjährige Auftakt zu Googles Entwicklerkonferenz I/O 2019 im Shoreline Amphitheater in Mountain View (Kalifornien). Dort präsentiert der Internetriese bis zum 9. Mai sich und seine neuesten Entwicklungen.

Android-Q-Beta-3

Die zehnte Version von Android, die bislang lediglich Q heißt, ist noch nicht einmal erschienen und dennoch in aller Munde. Google nutze nun die Feierlichkeiten, um die dritte Beta-Version zu präsentieren und läutet damit die Halbzeit ein. Mit der neuveröffentlichten Beta hat Google die dritte von sechs geplanten Beta-Versionen des Android Q vorgestellt. Die wohl größten Highlights der neuen Version sind der Dark Theme, systemweite Smart Replys und verbesserte Foldable-Unterstützung.

Alle guten Dinge sind drei

Kritik von Datenschützern kennt Google nur zu gut. Kein Wunder also, dass der Internetriese insbesondere beim neuen mobilen Betriebssystem viel Wert auf Datenschutz und Sicherheit legt. Aus diesem Grund wird der vom Chrome-Browser bekannte „Inkognito Mode“ künftig auch auf andere Google-Produkte, wie Maps und die Suche ausgeweitet werden. Doch mehr Sicherheit geht immer und daher werden bei Android Q unter anderem auch die Sicherheitsupdates künftig schneller ausgeliefert.

In den offiziellen Ankündigungen ist außerdem vom Dark Theme die Rede, der Augen und Akku schonen soll. Auch systemweite Smart Replys und verbesserte Unterstützung für Smartphones mit faltbaren Displays sind in Beta-3 mit an Bord. Und auch für den neusten Mobilfunkstandard, 5G, ist gesorgt – zugegeben, beim heimischen Internetausbau hinkt Deutschland etwas hinterher, weshalb 5G hierzulande wohl nicht ganz so wichtig sein wird.

Zwei neue Pixel-Geräte

Ebenso sehnsüchtig erwartet wie das Android-Q-Beta, wurde das Pixel 3a. Zur großen Überraschung kam das aber nicht allein zur großen Entwicklerkonferenz, sondern präsentierte das 6 Zoll (15,2 cm) große Pixel3a XL als Begleitung.

Abbildung: pixel-3a-side

Das Pixel 3a ist mit seinen 5,6 Zoll (14,2 cm) etwas kleiner, doch abgesehen von der Größe unterscheidet die beiden Smartphones wenig voneinander. Beide Versionen sollen durch ihre 12,2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite überzeugen. Angetrieben werden sie von Android Pie, allerdings nur solgane bis Android Q erscheint und das Ruder übernimmt. Das Smartphone soll leistungsstark und trotzdem leistbar sein.

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Das 3a kostet 399 Euro, das größere 3a XL soll für 479 Euro in den Handel. Das Gerät wird zum Marktstart in 13 Ländern verkauft werden.

Nest Hub Max: Gesichtserkennung für Zuhause

Eine weitere große Hardware-Neuigkeit war, neben dem Pixel 3a, das Nest Hub Max. Optisch gleicht es einer Mischung aus Lautsprecher und Tablet. Nest Hub Max ist ein 10 Zoll großes Smart-Display, das den Haushalt vernetzen soll.

Quelle: blog.google

Durch die eingebaute Weitwinkel-Kamera kann Nest Hub Max alles, was ein Smart-Home-Produkt auch können sollte. Videotelefonieren ist ebenso möglich wie das Steuern der Heizung, dem Licht, dem Fernsehen usw. Eine etwas kuriose Besonderheit hat die Kamera allerdings auch. Sie kann nämlich als Überwachungskamera fungieren.

Smart, smarter, Nest Hub Max!

Und wo smart draufsteht, muss auch smart drin sein. Das erreicht die Max-Version durch Gesichtserkennung. Durch diese erkennt der Smart-Display nämlich alle Nutzer bzw. Bewohner, die mit ihm sprechen und geht auf ihre unterschiedlichen Gewohnheiten (aktuelle Kalender usw.) ein. Nest Hub Max wird vorerst in den USA verkauft und wandert dort für 299 Dollar (etwa 205 Euro)  über die Ladentheke.

Für Deutschland gibt es eine 7 Zoll große Variante namens Google Home Hub, die ab dem 28. Mai für 129 Euro erhältlich sein wird.

Quelle: Google

Google Assistant in neuer Version

Und auch am Herzstück eines jeden Google Smart-Home-Produkts – dem Google Assistant – hat sich etwas getan. Mit Blut, Schweiß und Tränen hat sich Google über Jahre intensiv ihrem Assistant gewidmet und in Sachen Spracherkennung einiges geliefert. Nun hat Google die neue Version seines digitalen Assistenten vorgestellt, die noch schneller und noch smarter arbeitet.

Der Assi wird personalisiert

Der Google Assistant benötigt für Text- und Spracherkennung zukünftig keine Cloud-Verbindung mehr. Denn wie Google erklärt, wird die Datenmenge nun auf etwa 0,5 GB benötigten Speicherplatz komprimiert und der Assistent dadurch schneller. Obendrauf soll er die Vorlieben seiner Nutzer analysieren und ihnen somit Vorschläge unterbreiten können. Und auch beim Autofahren ist der smarte Assistent mit an Bord. Mit dem Befehl „Hey Google, lets drive“ wechselt er in einen eigens kreierten „Driving Mode“.

Kotlin bleibt die erste Wahl

Und zum Schluss wird Google sogar noch ein bisschen romantisch. Bereits vor zwei Jahren bekannte sich Google offiziell zu Kotlin als Programmiersprache für das Android-Betriebssystem. Nun verkündete Google, dass Kotlin künftig die priorisierte Programmiersprache des mobilen Betriebssystem werde.

Ein Herz für Kotlin

Kotlin werde nun nicht mehr nur neben Java co-existieren, sondern die erste Wahl für das mobile OS werden. Darum empfiehlt Google Android-Entwicklern, neue Projekte bereits in Kotlin zu starten. Vermutlich ist es nicht wahre Liebe, die den Internetriesen zu Kotlin verleitet. Vielmehr sind es die vielen Android-Entwickler, die breits mehrheitlich in Kotlin programmieren.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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