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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Shared Elements, Abschied von Swype und ein Dreiauge im Anflug

Marcel Richters
Android

Totgeglaubte leben länger, so sagt man. Natürlich geht es dabei nicht um Android, dem grünen Roboter geht es ganz prächtig, wie eine Studie zeigt. Aber erinnert sich noch jemand an die Pebble Watch? Eben. Aber es gibt sie noch und jetzt hat sich sogar jemand um eine Transpilierung von Kotlin für das Device gekümmert. Von Swype als eigenständiges Programm werden sich Endnutzer aber wohl verabschieden müssen. Das und mehr im Planet Android.

Bunt und zum Klicken und trotzdem professionell

Quelle: Android Developers Blog

Bilder darzustellen ist immer schön. Auch wenn das Internet inzwischen erwachsen ist, freuen wir uns alle doch ab und zu über ein bisschen Klickibunti. Aber professionell soll es dann trotzdem aussehen. Um das hinzubekommen, haben die Entwickler bei Android jetzt eine Handreiche veröffentlicht. Continuous Shared Element Transitions: RecyclerView to ViewPager heißt das gute Stück.

Was sperrig klingt, ist auch nicht ganz so einfach zu implementieren, aber es lohnt sich. So zeigt das Tutorial, wie Bilder mit einem sanften Übergang aus einer GridView ausgewählt, in einem ViewPager dargestellt und wieder verkleinert werden können. Außerdem wird erläutert, wie im ViewPager eine RecycleView realisiert wird – und das sogar mit Bildern, die vorher in der GridView nicht zu sehen waren.

Das Besondere sind dabei die sogenannten Shared Elements. So wird zum Beispiel dasselbe Bild angezeigt (hier das Shared Element), wenn in einer ImageView von Fragment A zu Fragment B gewechselt wird. Das Schwierige ist, für nahtlose Übergänge sorgen zu können, vor allem dann, wenn Nutzer auf eine neue Seite gelangen, die vorher in der GridView nicht zu sehen war. Wie genau das alles funktioniert, ist im Android Developers Blog erläutert.

Wipe für Swype

Wer ein Smartphone oder Tablet mit Android benutzt – und das werden wohl recht viele der Leser dieser Kolumne – wird es vielleicht schon gemerkt haben: Immer mehr Geräte verfügen inzwischen ab Werk über eine Swype-Tastatur. Das Programm, welches sich nach der Veröffentlichung 2013 rasant zu einem der beliebtesten Drittanbieter-Keyboards entwickelte, wird bald aus dem PlayStore verschwinden, wie Entwickler Nuance jetzt in einem offiziellen Statement bekannt gab.

Grund dafür ist, dass man sich zukünftig auf Business-To-Business-Entwicklung und –Verkauf konzentrieren möchte, statt direkt an Kunden zu verkaufen:

„Nuance hat die schwierige Entscheidung getroffen, den Support für die Swype-Tastaturanwendung einzustellen, da wir uns weiterhin auf AI-basierte Lösungen für unsere vertikalen Kernmärkte konzentrieren.”

Insbesondere in Autos und Androidgeräten wird die Technik von Nuance zukünftig zu finden sein. So gab das Unternehmen vor kurzem bekannt, dass das Topmodell eines großen deutschen Autobauers bald mit Produkten von Nuance ausgestattet wird.

Der Kotlin-Kiesel

Als die Pebble auf den Markt kam, war das Staunen groß. Eine Smartwatch mit E-Ink-Display und Web IDE inklusive GitHub-Integration. Umso größer dürfte das Staunen bei einigen sein, wenn sie jetzt lesen, dass sich Andrei Chernyshev die Mühe gemacht hat, das Ende 2016 beendete Projekt für die Programmiersprache Kotlin fit zu machen. Bisher gab es nur Integrationen für C und JavaScript. Allerdings geht auch Chernyshev den Umweg über kompiliertes JavaScript, eingesetzt wird hierfür die Library KotlinJS. Entwickelt werden kann aber in Kotlin und das ist das Entscheidende.

Wer auch ein Fan der Smartwatch mit ihrer programmiererfreundlichen Umgebung ist, kann sich ohne Weiteres an einigen Zeilen Kotlin für die Pebble versuchen. Dafür benötigt es lediglich das PebbleSDK, ein Kotlin-Kommandozeilentool und Chernyshevs pebblekt-Repo von GitHub. Wie genau die ersten Codezeilen für die Pebble in Kotlin geschrieben werden, erläutert der Entwickler in einem Blogpost.

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Ohwei? Huawei!

Made in China war einmal. Huawei hat sich schon lange als feste Größe am Android-Markt etabliert. Jetzt sind neue Bilder und Informationen aufgetaucht, die einige Neuerungen beim nächsten Spitzmodell nahelegen. Der Name wird nicht der hergebrachten Nummerierung folgen und P11 lauten, sondern dieses Mal wird es ein P20. Aber Namen sind Schall und Rauch, viel wichtiger ist, was dahinter steckt. Da hat sich Huawei ebenfalls nicht lumpen lassen.

Die Details sind noch nicht bekannt, aber es gibt diverse Hinweise darauf, dass das P20 nicht nur mit zwei, sondern gleich drei Kameras ausgestattet wird. Noch wabert der Gerüchtenebel, aber Einladungen zur Huawei-Pressekonferenz mit drei verdächtigen Kreisen und den Worten „see mooore[sic] with AI“, veröffentlichte Studien zum Thema Smartphonefotografie und ein Leak des guten alten Evan Blass verdichten die Hinweise.

Irritierend sind allerdings angebliche Bilder des neusten Modells, die jetzt aufgetaucht sind. Darauf ist von einem Drei-Kamera-Setup nichts zu sehen. Vielleicht wird das dritte Auge auch dem Plus-Modell vorenthalten bleiben. Was das neue Flaggschiff von Huawei wirklich bringt und wie sich für drei Kameras programmieren lässt? Auf die Antworten müssen wir wohl noch bis zum 27. März warten.

Android ist und bleibt beliebtestes Mobil-OS

1,32 Milliarden – so viele Geräte laufen weltweit mit Android als Betriebssystem. Das bedeutet einen Anteil von 85,9 Prozent. Weit abgeschlagen dahinter findet sich iOS mit 14 Prozent und kaum der Rede wert sind die 0,1 Prozent der Geräte mit anderen Betriebssystemen, die sich in irgendwelchen Nischen des Mobilmarktes tummeln. So hat es zumindest eine Studie des auf IT spezialisierten Marktforschungsinstituts Gartner, Inc. herausgefunden.

Allerdings sind die Verkäufe mobiler Endgeräte im letzten Quartal 2017 etwas zurückgegangen. Anshul Gupta, Research Director bei Gartner nennt dafür zwei Hauptfaktoren:

„Erstens: Upgrades von Featurephones auf Smartphones haben sich verlangsamt, da es an qualitativ hochwertigen ‚Ultra-Low-Cost‘-Smartphones mangelt und die Nutzer es vorziehen, hochwertige Feature-Telefone zu kaufen. Zweitens: Ersatz-Smartphonebenutzer entscheiden sich für Qualitätsmodelle und die behalten sie länger, wodurch der Austauschzyklus von Smartphones verlängert wird.“

Was Hardwarehersteller vielleicht nicht unbedingt freut, weil ihre Ab- und Umsätze sinken, sind für Entwickler gute Nachrichten. Denn mehr hochwertige Smartphones bedeuten auch mehr Absatz für Apps.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
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