Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Hyperion für Android, Googles AI-Chef für Apple

Marcel Richters
Android

Wir müssen noch ein letztes Mal über den Notch reden, denn ab jetzt gibt es die Möglichkeit, ihn verschwinden zu lassen. Außerdem wird der Google Assistant womöglich bald einzelne User unterscheiden können und Apple versucht, an Google heranzukommen – mal wieder.

Hyperion verspricht unkompliziertes Debugging

Wie wir alle wissen, sind UX und UI alles. Nicht der Preis, nicht der Inhalt, nein: Wie wir eine App erleben und wie sie aussieht sind das Wichtigste. So sind Menschen nun mal, oberflächlich. Willowtree ist sich dessen bewusst und will Entwickler mit Hyperion jetzt dabei unterstützen, ihre Apps hübscher und aufregender zu machen. Das Debugging-Tool ist bereits vor einiger Zeit für iOS erschienen, aber – das Beste zum Schluss – jetzt kommt es auch für Android.

Mit vier Kernelementen sollen sich Apps leichter überprüfen und verbessern lassen. Der Attribute Inspector fasst Farben, Abstände und diverse andere Daten zum UI in Zahlen und Worte, der Measurement Inspector hilft dabei, Abstände und Größen in Hierarchien zu überprüfen, das Crash-Plug-in fasst Abstürze und Fehler übersichtlich zusammen und mit dem Phoenix-Plug-in lässt sich ein Neustart der zu testenden App im Handumdrehen umsetzen. Wer das Open-Source-Tool ausprobieren will, findet es im GitHub-Repository.

Nacho Nacho… Notch

Ja, es ist ein Dauerthema. Aber das wird auch wieder. Einen haben wir aber noch, dann ist das auch wirklich durch, weil: Nacho Notch ist für alle, die ihr Faible für moderne Android Geräte mit einem Hauch von ästhetischen Anspruch verbinden wollen – ohne dabei zu Werkzeugkiste, Klebeband oder Edding greifen zu müssen. Die App lässt die Kerbe im Bildschirm verschwinden, sodass dieser wieder die vertraute Form bekommt. Die kostenlose App gibt es ab sofort im PlayStore.

Google HAL statt Google Home?

Die Google App, die App aller Apps auf Android-Geräten, ist seit Kurzem als 7.25 Beta verfügbar und bringt einige interessante – wenn auch spekulative! – Einblicke in kommende Neuerungen. Ein Satz macht stutzig: „You and your household are a team. Your Google Assistant can now treat you like one, helping you work and play together.“ Was genau damit gemeint ist, wird noch nicht ganz klar, aber es könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Assistent sich zukünftig gemeinsam nutzen lässt, beispielsweise für die Erstellung von Notizen, Terminen oder Ähnlichem.

Auch für Home gibt es eine Änderung. So soll die Software zukünftig einzelne Nutzer an der Stimme erkennen können. Dadurch könnte der Zugang zu persönlichen Informationen wie Terminen, E-Mails und Einkäufen möglich sein. Im Code sieht das beispielsweise so aus:

<string name=“personal_results_title“ >Get personal results with Voice Match </string >

Am besten stellt man sich schon mal mit seinen Geräten gut, bevor diese sich merken, wer unhöflich zu ihnen ist. Sonst heißt es hinterher: „I am sorry, I’m afraid, I can’t do that.“ Bevor das passiert, wirft man besser noch einen Blick auf einige Details zum Teardown.

Apples Versuch aufzuholen – mit Personal von Google

Dass Google in diversen Punkten einiges besser macht als Apple, wissen Leser dieser Kolumne natürlich. Jetzt ist aus dieser längst feststehenden Tatsache eine Personalie geworden. Denn Apple hat John Giannandrea abgeworben, den Chef der KI-Sparte von Google. Damit wird er einer von sechzehn Chief Executives bei Apple, die allein Tim Cook unterstehen. Wenn man Gerüchten Glauben schenken darf, darf sich Giannandrea ab sofort über ein siebenstelliges Gehalt freuen. Hoffentlich ist er das Geld wert. Denn es wird reichlich Fachwissen und Elan brauchen, um aus Siri eine echte Konkurrenz zum Google Assistant zu machen – wenn das jemals klappen sollte. Ausführlich hatte bereits die New York Times über das Thema berichtet.

Geschrieben von
Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
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