Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Google I/O 2016, Android Studio 2.1.1 und Android for Work DevHub

Kypriani Sinaris

© Software & Support Media

In dieser Woche steht eines der wichtigsten Events der Mobile-Welt an: Die Google I/O 2016. Hier finden Sie den Live-Stream zur Erföffnungs-Keynote. Außerdem stellen wir Ihnen in dieser Planet-Android-Woche die Plattform Android for Work DevHub vor und raten zu einem Update von Android Studio.

Android for Work DevHub

Google hat mit dem „Android for Work DevHub“ eine Plattform für Entwickler vorgestellt, über die Sie nicht nur Informationen zu den neusten Releases von Android for Work Apps erhalten, sondern auch bei der Entwicklung entsprechender Apps unterstützt werden. Google verspricht hier, neben der Einführung in Tools der AppConfig Community auch den exklusiven Zugriff auf Betas sowie Hilfestellung bei der Programmierung und Verbreitung eigener Business Apps. Außerdem soll Entwicklern ein Forum geboten werden, um sich über Ideen und Probleme auszutauschen.

„Bring your own device“ ist hier das Stichwort: Dahinter verbirgt sich die Verwendung eines privaten Geräts im Zusammenhang mit der Unternehmens-IT. Google hat schon vor einiger Zeit mit Android for Work eine entsprechende Funktionssammlung an den Start gebracht, die eben genau das ermöglicht: Mithilfe der erzeugten Multiuser-Plattform können sogenannte Workprofiles genutzt werden, die durch die Unternehmens-IT eingerichtet und verwaltet werden können. Der private Bereich des Geräts bleibt davon natürlich ausgeschlossen. Die passenden Apps für die Workprofiles können außerdem wie gewohnt über den Play Store for Work gelauncht und geladen werden. Nähere Infos gibt es auf der Android for Work Site.

iPhones hui, Samsungs pfui?

Das auf Datensicherheit spezialisierte Unternehmen blancco hat in seinem State of Mobile Device Performance and Health Report getestet, wie oft Apps auf Android- und iOS-Smartphones crashen und ob bestimmte Plattformen und Geräte besonders von Performance-Problemen betroffen sind. Das Ergebnis der Studie: Die sogenannte Durchfallquote bei den getesteten Android Devices lag im Q1 2016 bei 44 Prozent, die der iPhones bei 25 Prozent. Besonders schlecht sieht es demnach für Besitzer eines Samsung-Smartphones aus, diese führen mit 43 Prozent die Liste der Gerätehersteller mit der größten Durchfallquote an, gefolgt von Motorola, Lenovo und Asus. Unter den Smartphones mit dem Apfel-Label schnitten das iPhone 6 und das iPhone 5s am schlechtesten ab, Musterschüler ist hier das iPhone 6s Plus mit einer Durchfallquote von nur 9 Prozent, so die Studie. Außerdem interessant: In Asien zeigen die mobilen Geräte mit 55 Prozent deutlich öfter Performance-Probleme als in Nordamerika (27 Prozent) oder Europa (35 Prozent). Als mögliche Performance-Killer benennt die Studie gecachte Apps oder die Verwendung eines Dual SIM Smartphones.

Neues auf GitHub

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Swipe, Quelle: https://github.com/Meetic/Shuffle

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Swipe, Quelle: https://github.com/Meetic/Shuffle

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Swipe, Quelle: https://github.com/Meetic/Shuffle

„To swipe“ bedeutet so viel wie „fest auf etwas einschlagen“ oder „sich etwas unter den Nagel reißen“, sagen Übersetzungsdienste wie Leo oder die Online-Version des Cambridge Dictionary. Bei dieser Vokabel werden Englischlehrer wohl öfter den Rotstift zücken müssen, denn heutzutage verbindet man mit dem Begriff „swipen“ vor allem das Wischen und Blättern auf einem Touchscreen. Mit der Swiping View Shuffle können Entwickler genau diese Bewegung in ihr App Layout einbauen und konfigurieren, ob die Bewegung beispielsweise frei über den ganzen Bildschirm verläuft, horizontal oder vertikal.

Android Studio

Android Studio User aufgepasst: Entwicklern wird das Update auf die Version 2.1.1 empfohlen. Damit sollen zwei Security-Schwachstellen in der zugrundeliegenden IntelliJ-Plattform entfernt worden sein, die alle vorhergehenden Versionen von Android Studio betreffen. Zum einen soll es sich dabei um eine Cross-Site-Request-Forgery-Schwachstelle im WebServer der IDE handeln, der Angreifern den Zugriff auf lokale Systeme ermöglicht. Außerdem sind interne API Endpoints betroffen. Neben Android Studio sollen die Schwachstellen auch in anderen Produkten von JetBrains, wie IntelliJ IDEA, gefunden worden sein.

Google I/O

Für Google und vor allem für die zahlreichen Entwickler in den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens – Mobile, Virtual Reality und Co. – ist es das Event des Jahres: die Google I/O 2016. Die Veranstalter selbst bezeichnen das Event nicht als Konferenz, sondern als Festival. Wir erwarten einiges zu Android N, neben den Features wäre es auch wirklich interessant zu erfahren, ob die neue Version Nougat oder Nutella oder gar New York Cheesecake heißen wird.

Sehen Sie sich hier den Live-Stream an.

Google ist natürlich nicht von gestern: Die Keynote lässt sich nicht nur im Normalo-Livestream verfolgen, wer im Besitz einer VR-Brille ist, kann sich die Eröffnungs-Keynote auch als VR-Video ansehen:

Wir halten Sie über alle Neuigkeiten aus San Francisco auf dem Laufenden.

Emojis, die mitdenken

Ich wette mit Ihnen, dass Sie heute schon mindestens ein Mal ein Emoji verschickt haben. , oder ❤ : Emojis gibt es ganz schön viele – am Ende benutzen die meisten aber wohl eine kleine Auswahl. Die Android-Tastatur-App Swiftmoji soll Vorhersagen dazu machen können, welches Emoji nach bestimmten Wörtern genutzt wird. Die Auswahl vorgeschlagener Emojis wird in einer Leiste oberhalb der Tastatur dargestellt. Momentan können Entwickler eine vorläufige Version testen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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