Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Freedom Smartphone, Kotlin 1.0 und ein Helferlein, damit Ihr Code schön clean bleibt

Kypriani Sinaris

In dieser Android-Woche freuen wir uns über die erste Hauptversion der JVM-Sprache Kotlin. Diese könnte sich für Android-Entwickler als spannende Alternative – oder sagen wir erst mal, Ergänzung – zu Java entwickeln. Mit dem Smartphone Freedom 251 ist in dieser Woche außerdem ein 3€-Smartphone an den Sart gegangen, das Indien mobil machen soll, und mit Android Clean Boilerplate zeigen wir Ihnen, wie Sie sauberen Code schreiben können.

Smartphone Freedom 251

Also dieser Preis ist wohl kaum zu toppen: Für gerade einmal 251 indische Rupien, umgerechnet etwa 3,30€, wird das Smartphone Freedom 251 von Halwasiya IT Solution angeboten. Als Betriebssystem dient Android Lollipop, dem Nutzer steht der Google Play Store und damit alle gängigen Applikationen zur Verfügung. Hardware-seitig ist das Smartphone mit einem 4 Zoll Bildschirm ausgestattet, 1 GB RAM, 8 GB internem – erweiterbarem – Speicher und einer 3,2 MP Kamera. Aber all das wird natürlich von dem Preis in den Schatten gestellt: Ein so günstiges Smartphone macht wohl seinem Namen alle Ehre und könnte viele Menschen „mobil“ machen. Auch wenn Indien zu den größten Smartphone Märkten der Welt gehört, lebt ein großer Teil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Ab 18. Februar sind die Smartphones vorbestellbar.

Screengrab

Screengrab bietet Entwicklern die Möglichkeit, automatisiert Screenshots ihrer Android-Applikation zu erstellen. Warum man das wollen könnte? Wie die Entwickler betonen, spart man dadurch vor allem Zeit: Screenshotten ist nicht besonders komplex, aber dauert. Mithilfe von Screengrab sollen gerade für den Upload in den Google Play Store optimale Ergebnisse erzielt werden. Nähere Infos gibt es auf der GitHub Page des Projekts.

Kotlin 1.0

In dieser Woche ist die erste Hauptversion von JetBrains JVM-Sprache Kotlin erschienen. Dazu haben wir Android-Entwickler Benedict Pregler gefragt: Wo kann man Kotlin in der Android-Entwicklung positionieren? Dazu der Entwickler:

Der wichtigste Punkt für viele ist die 100% Interoperabilität mit Java. Das heißt, ich kann ohne Probleme Java-Code aus meinem Kotlin-Code aufrufen und natürlich auch umgekehrt. Dadurch können weiterhin alle bekannten Java-Bibliotheken benutzt werden und bei einer Umstellung von Java auf Kotlin muss nicht sofort das ganze Projekt umgeschrieben werden.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

So fresh and so clean

Ein cleaner Code, ist ein schöner Code – Boilerplate Code ist nicht schön. Das Projekt Android Clean Boilerplate hat sich genau das, eben einen sauberen Code, zum Ziel gesetzt. Mit dem Java-basierten Template, dass sich vor allem an Anfänger richtet, kann die Logik für eine App in bereits vorformulierten Code eingebaut werden. Das Template unterstützt einige Bibliotheken, neben der Android Support Library auch JUnit, Butterknife oder Timber.

Quadratisch, praktisch, klein

Schon öfter war an dieser Stelle die Rede von klobigen Smartwatches, die zwar technische auf dem aktuellen Stand sind, aber optisch noch ziemlich viel Luft nach oben haben. Man erinnere sich nur an die Ende letzten Jahres vorgestellte Smartwatch No.1 oder die Smartwatch WSD-F10 von Casio – mag sein, dass die No.1 günstig ist und die Casio-Uhr praktisch, aber gerade an einem weiblichen Handgelenk würden sie wohl eher wie ein Backstein aussehen. In dieser Woche veröffentlichte Qualcomm Snapdragon Wear 2100. Dank des neuen Chips sollen Smartwatches nun deutlich schlanker gebaut werden können. Außerdem unterstützt er alle modernen Standards, wie Akku-schonendes Arbeiten, so die Entwickler. Auch für Headsets oder smarte Eyewear könnte der Prozessor eine spannende Angelegenheit sein. Die Entwickler gehen davon aus, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2016 Smartwatches mit dem Chip ausgestattet sein können.

Apple vs. Android: Runde Drölfmilliarden

Da sind wir wieder: Die Rivalität zwischen Apple und Android bietet viel Vergleichspotential. Es macht ja auch Sinn, schließlich handelt es sich um die meistgenutzten mobilen Betriebssysteme. Eine aktuelle GULP-Umfrage hat ergeben, dass Android in den letzten 3 Jahren deutlich aufholen konnte. Wie die folgende Grafik zeigt, näherten sich die Plattformen in den letzten Jahren bezüglich der Nachfrage für Projekte im mobile-Segment an:

Quelle: GULP

Quelle: GULP

Das Portal für IT-Freiberufler prognostiziert für 2016, dass Android Apple den Rang ablaufen wird.

Der momentane Nachfragekönig Apple wird voraussichtlich noch binnen des Jahres abdanken. Aufgrund der bestehenden Marktmacht werden sich iOS-Kenntnisse jedoch auch weiterhin gut monetarisieren lassen.

Was die Stundensätze der Freiberufler betrifft, so sind iOS- und Android-Entwickler etwa gleich auf, betrachtet man die Portfolios genauer, so zeigt die Studie, dass eindeutig mehr Entwickler Android programmieren als iOS:

Verteilung gute bis sehr gute Kenntnisse

Quelle: GULP

 

Erdbeben früh erkennen

Ziemlich nützlich ist diese neue App für Android: MyShake misst seismologische Daten um Erdbeben besser vorhersagen zu können. Ziel der Entwickler ist es, ein weltweites „seismisches Netzwerk“ zu erhalten, um präventiv Warnungen auszusenden und so größere Katastrophen zu verhindern. Wie die App genau funktioniert, sehen Sie in dem folgenden Video:

 

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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