Peter Kriens verlässt die OSGi Alliance

Hartmut Schlosser

Peter Kriens, maßgeblicher Wegbereiter der OSGi-Spezifikationen und langjähriger Direktor der OSGi Alliance, hat bekannt gegeben, seinen Posten bei der Alliance nach der OSGi DevCon 2012 (26. bis 29. März 2012) zu räumen.

Als Grund gibt Kriens an, es eröffne sich ihm die Möglichkeit einer unternehmerischen Betätigung, in der er eine Brücke zwischen der Java-Mainstream-Entwicklung und OSGi schlagen wolle. Seine langjährigen Erfahrungen bei der Modularisierung von Software-Projekten sollen nicht mehr nur in Spezifikationen einfließen, sondern in echte Systeme.

And after a decade of writing specifications creating real systems again looks pretty attractive. Peter Kriens

Kriens betont, das Verlassen der OSGi Alliance habe nichts mit der fachlichen Bewertung von OSGi zu tun. Er sei weiterhin der Überzeugung, dass OSGi richtige Antworten auf viele Probleme in Java gebe. OSGi könne eine ähnliche Rolle bei der Steigerung der Entwickler-Produktivität spielen, als Dekaden zuvor die Einführung strukturierter und objekt-orientierter Programmierung.

OSGi wurde ab 1998 unter dem Namen „Open Services Gateway initiative“ bei Ericsson für die Entwicklung modularer Software in eingebetteten Systemen entworfen. Von da an hat OSGi sich zu einem allgemeinen Paradigma zur Modularisierung von Java-Anwendungen entwickelt.

Kriens beschreibt den Startpunkt von OSGi in seiner Abtrittserklärung: Vor 13 Jahren sei er von Ericsson damit betraut worden, einen Java Embedded Server auf einer Ericsson E-Box zu installieren. Der Job entwickelte sich zur Vollzeitaufgabe, die beinhaltete, den gesamten OSGi-Spezifizierungsprozess für Ericsson zu überwachen. Kriens wurde 2001 technischer Direktor des 1999 gegründeten Industrie-Konsortiums OSGi Alliance, dem namhafte Unternehmen wie IBM, Deutsche Telekom, NTT und Oracle angehören.

Weitere Details zum neuen Betätigungsfeld gibt Kriens nicht preis. Hier verweist er auf seinen Twitter-Account (@pkriens), auf dem Follower bald Näheres erfahren sollen. Motivation genug, seinen Twitter Account regelmäßig zu überprüfen!

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Hartmut Schlosser
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