Wie ist es um die digitale Transformation bestellt?

PaaS, Container, Serverless: Cloud Foundry Report zeigt Trends der Digitalisierung

Florian Roos

© Shutterstock / Chonnajak

Eine neue Studie der Cloud Foundry Foundation untersucht die Verbreitung von Platform-as-a-Service, Containern und Serverless. Außerdem geht sie der Frage nach, wie weit die digitale Transformation vorangeschritten ist und wann IT-Profis mit Vorteilen durch die Digitalisierung rechnen.

Die neueste Global Perception Study (GPS) der Cloud Foundry Foundation zeigt den aktuellen Stand der Dinge rund um die digitale Transformation. Neben dem Fortschritt bei der Umsetzung der Digitalisierung verrät sie auch die Verbreitungs- und Beachtungsgrade von Technologien wie Serverless, Container oder Platform-as-a-Service (PaaS). Der Bericht beruht auf einer Befragung von 501 Profis aus dem IT-Umfeld.

Die digitale Transformation zeichnet sich nach Ansicht von 74% der Befragten dadurch aus, dass es sich nicht um ein einmaliges Ereignis handelt, sondern um eine kontinuierliche Veränderung. Jeder fünfte gab an, dass sein Unternehmen oder seine Organisation am Anfang der digitalen Transformation stehe. Von „Mature Stages“ berichten 13%, und 52% befinden sich mitten im Digitalisierungsprozess.

Vorteile der Digitalisierung zeigen sich nach einiger Zeit

Das Gros der Befragungsteilnehmer rechnet noch innerhalb dieses Jahres mit sichtbaren Vorteile durch die digitale Transformation: 21% sofort, 32% im nächsten Quartal und 21% irgendwann im laufenden Jahr. Die übrigen Teilnehmer erwarten frühestens für das nächste Jahr einen sichtbaren Nutzen der entsprechenden Maßnahmen.

Gliedert man die gegebenen Antworten geografisch, scheinen Europäer und Nordamerikaner besonders schnell mit Vorteilen zu rechnen. Im asiatischen Raum sind die Erwartungshaltungen hingegen gleichmäßiger über die verschiedenen Zeitfenster verteilt.

Digitale Transformation und verwendete Technologien

Drei Technologien, deren Verbreitung im Rahmen der Umfrage besonders berücksichtigt wurde, sind Platform-as-a-Service (PaaS), Container und Serverless. PaaS ist unter den Teilnehmern besonders verbreitet: 41% nutzen diesen Ansatz, weitere 38% erwägen ihren Einsatz für die Zukunft.

Container sind etwas seltener in Verwendung, sind dafür aber häufiger Gegenstand von Gedankenspielen. Das Schlusslicht bei Nutzung und Evaluation ist Serverless. Nur 15% der Teilnehmer setzt Serverless aktiv ein, etwas mehr als ein Drittel denkt darüber nach. Im Umkehrschluss bestätigten 41%, dass Serverless in ihrer Organisation kein Thema sei.

Neben der getrennten Betrachtung dieser Technologien geht der Report auch auf ihren kombinierten Einsatz ein. 48% der Befragungsteilnehmer verwendet eine Kombination aller drei Technologien. In 72% der Fälle werden PaaS und Container gemeinsam genutzt. Jeder Zweite nutzt einen Verbund aus PaaS und Serverless, die Verbreitung von Containern und Serverless liegt mit 49% minimal dahinter.

Neue Technologien bis 2021

Ein Ausblick auf die nächsten zwei Jahre ist ebenfalls Teil der Studie. Bis zum Jahr 2021 wird von 50% der Befragungsteilnehmer die Einführung von Microservices oder Serverless erwartet, je 49% rechnen mit künstlicher Intelligenz bzw. Machine Learning oder Continuous Integration und Continuous Deployment. Die Gruppe der zeitnah umzusetzenden Technologien wird durch die Blockchain komplettiert, mit deren Praxiseinsatz bis 2021 etwa 48% rechnen.

Die Cloud Foundry Foundation lässt ihre Global Perception Study seit 2015 durch das Unternehmen ClearPath Strategies durchführen. Für die aktuelle Ausgabe wurden 501 IT-Profis und Führungskräfte aus China, Deutschland, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada, Süd Korea, und den USA befragt. Die Durchführung der Befragung erfolgte im Februar 2019.

Der vollständige Report, inklusive weiterer Daten und Schlussfolgerungen durch die Cloud Foundry Foundation, kann online bezogen werden.

Geschrieben von
Florian Roos
Florian Roos
Florian Roos ist Redakteur für Software & Support Media. Er hat Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt studiert und erste redaktionelle Erfahrungen in den Bereichen Games und Consumer-Hardware gesammelt.
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