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Oracles Transparenz im Realitätscheck

Hartmut Schlosser

Oracle-Java-Architekt Mark Reinhold hat auf der OpenJDK-Mailingliste bekannt gegeben, dass die neuen OpenJDK Community Bylaws ab sofort in Kraft sind. Für den Census und die Bylaws wurden neue Orte eingerichtet.

http://openjdk.java.net/bylaws

http://openjdk.java.net/census

Überarbeitet wurden zudem die Gruppen– und Projekt-Übersichtsseiten, die nun Informationen über Abläufe wie das Vorschlagen neuer Projekte und das Nominieren von Contributors enthalten. Neu geschaffen wurde auch eine OpenJDK-Members-Gruppe, der automatisch alle OpenJDK-Mitglieder zugewiesen sind.

Die neuen Bylaws sind Teil der Bemühungen, den Java Community Process (JCP) offener und transparenter zu gestalten.

Dass in dieser Hinsicht indes noch viel im Argen liegt, beschreibt Apache-Aktivist Stephen Colebourne in seinem aktuellen Blogeintrag „Transperency in Action„. Von Oracle angekündigte Maßnahmen wie öffentlich zugängliche Mailing-Listen der Expertengruppen seien bis dato noch immer nicht umgesetzt. Bei der Entwicklung des neuen Java-Modularisierungsstandards in Projekt Lambda seien die Entscheidungen in keiner Weise öffentlich diskutiert worden. Auch existierten keine Beobachter-Listen mit öffentlichen Archiven für JSRs, wie von Oracle bereits mehrfach angekündigt.

Colebourne zieht deshalb das Fazit:

[T]ransparency simply isn’t happening with key JCP Java SE projects. (The same issues afflict other Java SE projects).

But don’t worry, its all going to get magically better! Oracle recently signed up for more transparency in JSR-348. Is anyone out there still willing to believe its actually going to happen? Stephen Colebourne

Vielleicht bringt ja das Inkrafttreten der neuen Community-Bylaws etwas mehr Licht ins Dunkel?

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
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