Vice President of Development verlässt Oracle

Oracle: Weiter Spekulationen um Javas Zukunft

Moritz Hoffmann

(c) Shutterstock / Brothers Good

Noch immer lässt ein Statement von Oracle zu den jüngsten Entlassungen von Java-Evangelisten auf sich warten. Indes wurde bekannt, dass auch Cameron Purdy, bislang Vice President for Development bei Oracle, seinen Hut nehmen musste.

Weil Purdy anders als die anderen entlassenen Evangelisten eine tragende Rolle bei Oracle einnahm, stellt sich die Frage nach Javas Zukunft bei Oracle noch einmal neu. Laut seinem LinkedIn-Profil ist Cameron Purdys Tätigkeit als Vizepräsident der Entwicklungsabteilung nach acht Jahren vorbei.

Schon letzte Woche hatte Purdy auf Twitter geschrieben:

Die JavaOne-Konferenz wird Ende Oktober 2015 stattfinden und die Java-Community fragt sich, welche Strategie Oracle mit den Entlassungen verfolgt. Bislang wurde angenommen, dass keine Kern-Mitarbeiter, sondern eher angegliederte Evangelisten entlassen werden.

Wie weiter mit Java?

Diese Frage gewinnt mit dem neuesten Abgang wieder an Relevanz. Fortune-Autorin Barb Darrow spekuliert, dass sich Oracle im Bemühen, den kommerziellen Anschluss an Amazon Web Services nicht zu verpassen, in Zukunft vor allem auf sein eigenes Cloud-Angebot konzentrieren wird. Die mangelnde Profitabilität der Java-Sparte war zuletzt auch auf Reddit Thema: „If Java’s not a big money maker, why should Oracle care whether or not it’s the most popular language in the world?“ (DrHoppenheimer)

Während einige Mitglieder der Community die Arbeit der Evangelisten für getan halten und mit dem Personalabbau im Promotion-Bereich gar kein so großes Problem haben, sind andere grundsätzlich besorgt um Javas Zukunft bei Oracle. So schreibt der Mitbegründer von RedMonk James Governor auf seinem Twitter-Account: 


Und auch „Larry“ – es dürfte sich um eine Anspielung auf Larry Ellison handeln – von der vor kurzem online gestellten Satire-Website javagone.org macht sich schon über eine weitere Dezimierung des Java-Teams Gedanken:


Ob satirisch, mit Spott oder ernsthaften Zukunftssorgen, klar dürfte momentan nur sein: Oracles weiteres Vorgehen in Sachen Java wird von vielen Community-Mitgliedern ganz genau beobachtet.

Aufmacherbild: Broken cup icon on white background / Urheberrecht: Brothers Good

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Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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