OpenJDK

Oracle will JDK 9 ARM Ports Open Source machen

Hartmut Schlosser

(c) Shutterstock / LWY Partnership

Oracle hat angekündigt, seine bisher proprietär entwickelten Linux ARM Ports für JDK 9 Open Source zur Verfügung zu stellen. Wie genau das passieren sollte, wird momentan innerhalb der OpenJDK-Community diskutiert.

Wie Oracles Projekt-Leiter für Java SE Mobile und Embedded Bob Vandette auf der OpenJDK-Mailing-Liste mitteilt, sollen die Oracle Java SE Linux ARM Ports für JDK 9 zukünftig quelloffen im Rahmen des OpenJDK-Projektes weiterentwickelt werden.

Konkret handelt es sich dabei um JDK 9 Ports, die auf 32 und 64 Bit ARM-Prozessoren abzielen und mit Implementierungen für Client, Server und minimalen Hotspot VMs ausgestattet sind. Zusätzlich ist es mit den Ports möglich, Linux ARM Interpreter Runtimes statisch für Plattformen zu bauen, die keine dynamische Code-Generierung unterstützen.

Geklärt werden muss allerdings noch, wo genau der Port innerhalb des OpenJDK angesiedelt werden soll. Hier gibt es bereits das OpenJDK-Projekt Aarch32, das sich ebenfalls um Ports für ARMv8 bemüht und zu dem es offensichtlich Überschneidungen gibt.

So schreibt Andrew Haley (RedHat) vom Aarch-Projekt, es sei durchaus begrüßenswert, dass Oracle seine Arbeiten zur Verfügung stelle. Allerdings wäre es der Sache nicht dienlich, zwei miteinander konkurrierende Projekte für das selbe Ziel innerhalb des OpenJDK-Baumes pflegen zu müssen.

 I do not believe that it makes any sense in the long term (or the medium term) to have two active ports to the same architecture in the OpenJDK source tree. It would significantly dilute community effort, and it would be extremely unhealthy to have two groups competing with each other. And there are other issues: for example, which would be the default port to build? Fracturing the ARM OpenJDK community would be a disaster.

Bob Vandettes Vorschlag ist, die beiden Teams zu vereinen und auf der Basis des Oracle Ports 32- und 64Bit-Implementierungen für JDK 9 auszuarbeiten. Der jetzige Aarch32-Port solle sich hingegen auf das JDK 8 fokussieren. Als Ziel gibt er aus, den Oracle JDK 9 Port in einem späteren JDK 9 Update in den Hauptentwicklungszweig zu integrieren.

Kostya Zolotnikov von Azul, einer der aktiven Mitstreiter am Aarch32-Projekt, begrüßt Oracles Beteiligung grundsätzlich, stellt aber vorsichtig die Frage, ob es sich hier um einen einmaligen Code-Beitrag oder ein langfristiges Committment handelt.

If Oracle is planning to support the newly proposed code moving forward, there will be a lot of discussions to follow about what/where/how, as guys mentioned. Otherwise we think it is more logical to have the evolutionary development of openjdk ARM port based on the current community expertise and code base. In either case, we are happy about your activity and would be glad to see your participation and contributions!

Azul hatte ursprünglich geplant, ihren eigenen C1 Port für ARM-Architekturen in das Aarch-Projekt zu integrieren. Die letzte Entscheidung ist hier also noch lange nicht getroffen.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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