OpenStack-Nutzerumfrage

OpenStack-Nutzer lieben Container, Kubernetes und Software-defined Networking

Melanie Feldmann

© Shutterstock / agsandrew

Alles halbe Jahr fragt die OpenStack Foundation ihre Community nach Details rund um ihren OpenStack-Einsatz. Dabei zeigt sich der Trend, dass immer mehr Open-Stack-Implementierungen von der Entwicklung in die Produktion wandern. Außerdem ist Kubernetes das beliebteste Container Tool. 

Immer mehr OpenStack-Systeme wandern von der Proof-of-Concept-Phase und der Entwicklungsphase in die Produktion. 71 Prozent der Anwendungen der Teilnehmer laufen in der Cloud produktiv. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. 18 Prozent befinden sich noch in Entwicklung. 11 Prozent sind noch beim Proof of Concept.

Technologien: OpenStacker nutzen Kubernetes

OpenStack läuft wenig verwunderlich vor allem On-Premise in Private Clouds. 65 Prozent  der Teilnehmer gaben an, dass ihr System bei ihnen direkt im Unternehmen läuft. 18 Prozent nutzen eine Off-Premise Private Cloud. Eine Public Cloud nutzen 16 Prozent, eine Community Cloud 8 Prozent.

Interessantes offenbart auch die Frage nach den eingesetzten Plattform-as-Service Tools. Egal ob im Proof of Concept, in der Entwicklung oder in der Produktion, Kubernetes führt die Liste mit deutlichen Vorsprung an. 31 Prozent nutzen es in der Produktion. Insgesamt kommt es auf 47 Prozent Nutzung in allen drei Phasen. Auf OpenShift setzen 25 Prozent, auf CloudFoundry 22 Prozent. Docker Swarm liegt auf Platz Fünf mit 12 Prozent Nutzung. Kubernetes legte im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent zu, während der Einsatz von CloudFoundry um 5 Prozent sank.

Welche Technologien die Community interessieren, war eine weitere Frage. Mit deutlichen 78 Prozent liegen hier Cointainer ganz vorne. Gefolgt von Software-defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) mit 61 Prozent. Das Thema „Bare Metal“ lag mit 56 Prozent auf Platz Drei. Bei allen drei Themen stieg das Interesse im Vergleich zum Vorjahr – auch bei Bare Metal. Die Arbeit direkt an der Server-Hardware ist in der OpenStack-Community weit verbreitet und passt zum hohen Anteil an On-Premise Private Clouds.

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Die Community ist zufrieden

Die Foundation warf auch einen Blick darauf, wie zufrieden die eigene Community mit OpenStack ist. Dazu stellte sie die beliebte Frage „Wie wahrscheinlich ist es, dass du OpenStack einem Freund oder Kollegen empfiehlst?“ mit einer Antwortskala von null bis zehn. Vom Anteil der Befürworter mit einer Wertung von neun oder zehn wird de Anteil der Neinsager mit einer Wertung von null bis sechs abgezogen. Herauskommen ist der sogenannte Net Promoter Score (NPS) von 43, acht Punkte mehr als im Jahr zuvor. Die Community wird also zufriedener. Beim NPS reicht die Skala von minus 100 bis plus 100.

OpenStack kommt in verschiedenen Unternehmen zum Einsatz, von kleinen und mittelständischen bis zum Konzern. Ein Viertel der Nutzer kommen aus Unternehmen mit einem bis 99 Mitarbeitern. Ein weiteres Viertel der Unternehmen haben 100 bis 999 Mitarbeiter. Die restlichen knapp 50 Prozent sind Unternehmen mit Tausend bis mehreren Hunderttausend Mitarbeitern. Offiziell auf der Foundation-Webseite sind zum Beispiel PayPal, CERN und Disney gelistet.

Die Highlights hat die OpenStack Foundation auch in einem Video zusammengefasst.

Die Studie findet sich auf der OpenStack-Foundation-Webseite. Diesmal hatte die Umfrage 388 Teilnehmer, von denen 260 mindestens ein OpenStack Deployment nutzen. Dort liegen auch ältere Versionen der Umfrage zum Vergleich. Wer sich die Studienergebnisse nicht nur durchlesen, sondern selbst ein wenig in den Daten stöbern möchte, kann dies machen. Mit dem OpenStack Survey Report Tool lassen sich die Daten analysieren. Die nächste Umfrage ist für Februar 2017 geplant.

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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