Mehr Automatisierung und Übersichtlichkeit

OpenShift 4 angekündigt: Hybrid Cloud als Destination

Dominik Mohilo

© Shutterstock / JMDiversity

Nicht nur die JAX 2019 fand in dieser Woche statt, auch der Red Hat Summit wurde traditionell in Boston abgehalten. Das Open-Source-Unternehmen präsentierte dort mit OpenShift 4 die nächste Generation seiner Enterprise-Kubernetes-Plattform. Wie erwartet stand bei deren Entwicklung vor allem der Hybdrid-Cloud-Ansatz im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Das letzte Major Release von Red Hats Container-Plattform, OpenShift 3, brachte einen kompletten Umzug auf Kubernetes mit sich. Nun, vier Jahre später, steht wieder ein nächster Evolutionsschritt an, diesmal ist es die Reise in hybride Sphären.

OpenShift 4: Das ist neu

Wie bereits erwähnt, geht die Reise für OpenShift weiter in Richtung hybriden Cloud. Gerade Unternehmen, die viele Clouds einsetzen, könnten da mit dem zunehmenden Angebot und einer sehr stark dezentralisierten Lagerung ihrer Container und Services, leicht die Übersicht verlieren. Damit dies nicht passiert, gibt es eine neue einheitliche Hybrid-Cloud-Konsole, die online unter cloud.redhat.com abrufbar sein wird. Dort werden OpenShift-Cluster klar strukturiert angezeigt und können zentral gemanagt werden.

Wie Joe Fernandes auf dem Blog von Red Hat beschreibt, war Ziel von OpenShift 3, eine zuverlässige Enterprise-Kubernetes-Lösung zu erschaffen. Bei OpenShift 4 ging es nun eher darum, es den Nutzern leicht zu machen, die Plattform möglichst problemlos konsistent und auf dem neuesten Stand zu halten. Dazu gehört unter anderem auch, dass neue Sicherheitspatches und aktuelle Kubernetes-Versionen sofort verfügbar sein sollten. Für OpenShift 4 wurden daher sämtliche Arbeitsabläufe auf den einzelnen Betriebsebenen der Plattform vereinheitlicht, um eine Full-Stack-Automatisierung zu gewährleisten. Der neue Installer hilft Nutzern dabei, eine Infrastruktur basierend auf entsprechenden Eingaben zu konfigurieren.

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Teil des Updates sind auch Red Hats CodeReady Workspaces. Mit diesen soll die Leistungsfähigkeit von Containern und Kubernetes besser durch Entwickler genutzt werden können, ohne auf die Arbeit mit vertrauten Werkzeugen einer integrierten Entwicklungsumgebung verzichten zu müssen. Die neuen Workspaces sollen konsistenter, kollaborativer und besser geschützt sein – noch besser sogar als die Ausführung auf einer virtuellen Maschine oder von Containern auf einem lokalen Rechner. Neben den Tools sind auch Abhängigkeiten enthalten, die man etwa zum Testen, Erstellen und Ausführen von Container-Anwendungen in einer Web-IDE benötigt.

Wer Microservices zu verwalten hat, kann sich über den OpenShift Service Mesh freuen. Unter diesem Namen fasst Red Hat nun die Funktionalitäten von Istio, Jaeger (für das Tracing) und Kiali (für die Visualisierung) zusammen. Auch Knative ist bei OpenShift 4 mit an Bord, genau wie das Projekt KEDA (Kubernetes-based Event-driven Autoscaling), mit dem die Bereitstellung von Event-getriebenen Serverless-Containern auf Kubernetes ermöglicht wird. Da das Projekt in Zusammenarbeit mit Microsoft erstellt wurde, werden so auch Azure Functions in OpenShift verfügbar, dies allerdings derzeit nur als Testversion.

Ausblick & Hintergrund

OpenShift soll ab Juni verfügbar sein. Red Hat läutet damit, das zeigt die Ausrichtung der Features, ganz eindeutig das Zeitalter der Hybrid Cloud für die Plattform an. Überraschend ist dies nicht, bedenkt man, dass von offizieller Seite aus, seit der Übernahme des Unternehmens durch IBM, der Begriff Hybrid Cloud immer und immer wieder als treibender Faktor für die Zusammenarbeit der Konzerne genannt wird, so unter anderem im Zuge der aktuellen Ankündigung von OpenShift 4 durch Ashesh Badani, Senior Vice President im Bereich Cloud Platforms bei Red Hat:

Die Zukunft der Unternehmens-IT wird durch Hybrid- und Multi-Cloud-Computing bestimmt, wobei Kubernetes als Brücke fungiert, um Workloads zwischen lokalen Rechenzentren und Public Clouds nahtlos zu verbinden. Red Hat OpenShift 4 macht diese Vision von Kubernetes zur Realität und bietet Unternehmen eine konsistente, selbstverwaltende Kubernetes-Plattform, die sich über die Hybrid Cloud erstreckt. OpenShift 4 steigert die Produktivität von Entwicklern, begrenzt gleichzeitig die Komplexität des Betriebs durch native Automatisierung und bietet eine Kubernetes-Plattform, die Produktionsreife und Cloud-basierte Innovation verbindet.

Weitere Informationen zu OpenShift 4 gibt es auf der Homepage der Plattform und im Blog-Beitrag von Joe Fernandes.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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