Offene Kritik der iJUG an der "unbefriedigenden Informationspolitik seitens Oracle"

Hartmut Schlosser

Der deutsche Interessenverbund der Java User Groups (iJUG) hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die „unbefriedigende Informationspolitik seitens Oracle“ kritisiert wird. Sowohl in den jüngsten Veranstaltungen als auch in einschlägigen Blogs und Twitter-Kanälen sei kaum substantiell über Java berichtet worden.

Sehr enttäuschend sei auch die Oracle-Session auf dem Java Forum Stuttgart gewesen. Tobias Frech von der Java User Group Stuttgart zieht deshalb in Erwägung, sich stärker auf eine Weiterentwicklung des OpenJDK zu konzentrieren. Auch die Quellöffnung von JavaFX werde von der Community gefordert.

Auch Kristian Rink von der Java User Group Saxony macht sich für einen stärkeren Einbezug der Community stark:

Die technischen Aspekte der JVM sollten im Rahmen des JCP vollständig durch die Community und alle interessierten Stakeholder geschehen. Kristian Rink

iJUG-Vorstandsvorsitzender Fried Saacke bemängelt das Fehlen einer klaren Roadmap für die kommenden Jahre, auf die man eigene Planungen abstimmen könnte. Immer wieder werde der iJUG von Projekten berichtet, bei denen der Einsatz von Java gescheitert sei und auf andere Technologien zurückgegriffen werden musste.

Falls sich diese Informationspolitik Oracles bis zur JavaOne im September 2010 nicht ändere, wolle man alternative Strategien in Erwägung ziehen, schließt Fried Saacke. Man habe bereits mit Oracle über die problematische Situation gesprochen und das Unternehmen habe Verständnis gezeigt. Alles warte nun auf konkrete Schritte, die dringend nötig seien, um die Java-Community wieder zu konsolidieren.

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Hartmut Schlosser
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