Neuer Schwung für die Android-Entwicklung in Eclipse mit Proteus

Claudia Fröhling

Wer sich derzeit mit der Android-Entwicklung beschäftigt und gute Entwicklungsumgebungen sucht, kommt an Android Studio nicht vorbei. Noch ist diese neue IDE aus dem Hause Google nicht production-ready, wird aber schon als künftige Nummer 1 gehandelt.

Zumindest in Sachen „Hipness“ kann da das Android-Tooling in Eclipse nicht mithalten. Dennoch ist Eclipse einer der meist genutzten Entwicklungsumgebungen. Warum also nicht neuen Schwung in das Eclipse Android Tooling bringen?

Proteus Android Tooling

Genau das soll jetzt ein neues Eclipse-Proposal erreichen: Ziel von Proteus ist es, Technologien für das Erstellen von Android-Apps zu entwickeln und betreiben. Sprich: Unter dem Dach des neuen Projekts – vorausgesetzt, es wird angenommen – sollen neue Eclipse-Komponenten entstehen und bestehende aktualisiert und verbessert werden. Proteus soll Android Eclipse Tooling ohne Komplexität bieten, es ist innerhalb des Tools Project in Eclipse angesiedelt.

Android Patchwork Family

Sollte das Proteus-Projekt den Eclipse-Prozess erfolgreich durchlaufen, werden unter seinem Dach die Google ADT Plug-ins integriert und refactored werden heißt es im Proposal. Den Segen von Google für einen Fork habe man bereits. Ebenfalls unter dem Dach von Proteus sollen die ehemaligen MOTODEV Plug-ins von Motorola Mobility ein neues Zuhause finden. Auch andere Open-Source-Projekte, die in der Vergangenheit für sich gestellt nicht erfolgreich genug gewesen sind und kurz davor stehen, abgeschafft zu werden, sollen innerhalb von Proteus wieder eine sinnvolle Funktion erhalten. Gerade die Kombination dieser einzelnen Protagonisten als neues Team soll den Erfolg von Proteus begründen. Folgende Komponenten sollen in Proteus enthalten sein:

  • JDT für Android-Java-Anwendungen
  • CDT für C/C++ Shared Libraries
  • Gradle Builds via Spring Gradle Tools in Eclipse
  • Maven Build Support über das M2E Android Eclipse Plug-in
  • Ant Support
  • Fork der Google ADT Plug-ins für Eclipse
  • MOTODEV Studio Plug-ins
  • P2 Repository und Product Build
  • Mylyn Reviews
  • EGit
  • GitHub-Plug-in für EGit

Roadmap

Läuft alles nach Plan, wird es noch vor dem nächsten Eclipse Release Train ein erstes EPP Package von Proteus geben. Danach sollen weitere Build- und Test-Automation-Umgebungen unterstützt werden. Auf dem Plan stehen auch Refactoring-Klassen und mehr. Detaillierte Informationen bietet die Eclipse-Proposal-Seite.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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