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Interview mit dem Gründer von CloudMQTT

„MQTT scheint richtig abzuheben“

Diana Kupfer
Carl Hörberg

Carl Hörberg ist CEO von 84codes, einem schwedischen Server-Hosting-Unternehmen, das sein Produktportfolio neulich um den MQTT-Broker-Service CloudMQTT erweitert hat (wir berichteten). Wie Hörberg und sein Team auf diese Idee kamen, teilte er uns im Interview mit.

JAXenter: Was hat euer Interesse an M2M [Machine-to-Machine] geweckt?

Carl Hörberg: Seit unserer Zeit als Berater interessieren wir uns für Messaging in Anwendungen. AMQP war das Protokoll unserer Wahl. Dann kam MQTT, das durch seine Einfachheit und Robustheit sehr attraktiv ist. Als Ingenieure sind wir leicht für eingebettete Systeme zu begeistern und dafür, was das Internet der Dinge möglich macht.

JAXenter: Was genau ist CloudMQTT?

Hörberg: Gehostete MQTT-Server as a Service. Vereinfacht gesagt können Entwickler damit MQTT benutzen, ohne sich mit der Einrichtung, Wartung und Skalierung von Servern bzw. Brokern herumschlagen zu müssen.

JAXenter: Für wen ist das interessant?

Hörberg: Für jedes Unternehmen und jeden Entwickler, das bzw. der schnell in die MQTT-Entwicklung einsteigen möchte und für Unternehmen, die Zeit sparen und sich auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren wollen – wenn ein Unternehmen zum Beispiel so etwas wie Fitbit für Hunde entwickelt oder eine ähnliche Anwendung, die eine Menge Sensordaten generiert. Vielleicht verwendet auch der nächste Snapchat-Klon MQTT, so wie heute Facebook Messenger.

JAXenter: Wann und wo habt ihr das erste Mal von MQTT gehört?

Hörberg: Ein Freund von uns hat uns das TEDx-Video von Andy Stanford-Clark von IBM geschickt, in dem er sein automatisiertes Zuhause demonstriert und wie all die Sensoren und Maschinen über MQTT kommunizieren.

JAXenter: Und was hat euch dazu bewogen, es einzusetzen?

Hörberg: Wir hatten großen Erfolg mit CloudAMQP und RabbitMQ as a Service und dachten, wir könnten das Gleiche mit MQTT ausprobieren. Es hat ein etwas anderes Anwendungsgebiet und scheint gerade richtig abzuheben.

JAXenter: Auf eurer Webpräsenz schreibt ihr „MQTT ist das Machine-to-Machine-Protokoll der Zukunft“. Was macht euch da so sicher?

Hörberg: Die MQTT-Spezifikation ist leicht zu lesen und zu verstehen. Für Entwickler ist es also einfach, es in einem eingebetteten System zu implementieren. Im Vergleich zu den Alternativen und gemessen an dem Aufwand, den eine eigene Lösung erfordert, ist MQTT mit Abstand das Einfachste, was es gibt.

JAXenter: Wie geht es mit CloudMQTT weiter?

Hörberg: Wir testen den Service gerade. Es sind noch mehr Nutzer nötig, um den Skalierungsalgorithmus zu validieren. In der Zwischenzeit versuchen wir, MQTT bekannter zu machen.

 

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
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