Von stateless zu state

Mit StorageOS Daten in Containern speichern

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Baloncici

Das Start-up StorageOS zeigt auf der DockerCon eine einfache und automatisierte Möglichkeit Speicher für Container bereitzustellen. Damit kann auch der Speicher täglich tausende Male initialisiert und wieder heruntergefahren werden.

Container- und Speicher-Technologien haben noch nicht recht zusammengefunden. Auf der einen Seite unterstützen Container die Anforderungen von Datenbanken nicht, denn Container sind zustandslos. Auf der anderen Seite sind Speicherarchitekturen oft komplex und verfügen über keine passenden APIs, um DevOps zu unterstützen. Zusätzlich skaliert Speicher nicht mit Anwendungen und die Performance ist oft unvorhersehbar. Auch das sichere Verschieben von Daten von einem Speicher in den anderen ist problematisch. StorageOS möchte diese Probleme lösen. Es liefert persistenten Speicher für Container und liefert dabei skalierbaren, deterministischen Speicher mit geringer Latenz. Außerdem will es die Bereitstellung und das Management von containerisiertem Speicher vereinfachen. Und oben drauf versprechen die Entwickler, die Datenmobilität zu verbessern – egal ob die Daten zwischen Bare Metal, Virtueller Maschine oder Cloud hin und her wandern. Chris Brandon, Gründer und CEO von StorageOS, erklärt The Register den Sinn und Zweck des Tools in einem Satz:

We built a toolset for people to store data in containers.

Der Unterschied zu bisherigen Speicherlösungen ist, dass StorageOS eben kein Storage-Gateway-Technologie ist. Brandon fasst es in einem Interview mit eWeek zusammen:

We’re an integrated storage array that runs in the container ecosystem with Rocket, Kubernetes and Docker. We’re distributed across the nodes and provide full storage functionality, while everyone else is trying to connect external storage appliances.

Lesen Sie auch: 8 Containertools im Vergleich: Docker – Kubernetes – Rkt – Mesos – Packer –Shipyard – CloudSlang – Linux Container

So funktioniert StorageOS

StorageOS läuft als Container auf Linux oder einem anderem containerisierten Betriebssystem wie CoreOS. Es identifiziert automatisch den verfügbaren Speicher an seinem Host; direkt angebundenen, im Netzwerk verfügbaren oder den in der Cloud. Auch die weiteren verbundene Knoten erkennt die Software. Der gefundene Speicher wird in einem virtuellen, über mehrere Knoten verteilten Pool zusammengefasst. Dann werden Speichervolumina aus dem Pool für den Zugriff auf Container herausgelöst, bereitgestellt und geladen. Daraufhin kann eine Datenbank geladen und gestartet werden. Der gesamte Vorgang soll nur zwei bis drei Sekunden dauern. Die Container nutzen ein Plug-in für Docker oder Kubernetes, um mit dem StorageOS-Container zu interagieren. Außerdem unterstützt das Tool auch Openstack.

Zusätzlich verfügt StorageOS über verschiedene Funktionen, die das Entwicklerleben mit Containern einfacher machen sollen. Mit einer Rules Engine lassen sich Richtlinien für die Datenplatzierung und den Datenschutz schreiben. Verschlüsselung lässt sich integrieren und Failover-Funktionen sorgen dafür, dass auf einen zweiten Knoten umgeschaltet wird, wenn der Host nicht verfügbar ist.

Zum Testen auf dem eigenen Laptop oder in der Cloud ist das Tool in einer Probeversion umsonst zu haben. Der volle Zugriff inklusive 1 TB an Speicher ist dann kostenpflichtig. Mehr Speicher kostet dann auch mehr Geld.

Aufmacherbild: Automated storage and retrieval system von Shutterstock / Urheberrecht: Baloncici

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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