Das Business der Androiden

Mit Android Geld verdienen

Im dritten Teil unserer Umfrage „Das Business der Androiden“ haben wird Unternehmen aus dem Android-Umfeld nach ihren Geschäftsmodellen befragt. Wie lässt sich mit Android Geld verdienen?

Mit welchem Geschäftsmodell verdienen Sie als Unternehmen im Android-Ökosystem ihr Geld?

Andreas Heim (smashing ideas inc): Wir entwickeln Apps, Spiele und Interaktive eBooks für unsere Kunden, wie z.B. Random House, Hasbro und Disney. Die Kunden möchten natürlich eine Präsenz auf Android haben, sind aber oft nicht bereit, die Kosten für eine Parallelentwicklung zu tragen. Deshalb haben wir uns bis vor kurzem hauptsächlich auf iOS konzentriert, weil dort eben der Markt war und immer noch ist. Wir sind nun aber mitten in einer Umstellungsphase, um unsere Apps mehr oder weniger gleichzeitig auf Android herauszubringen. Der Android Markt ist immer noch etwas klein, aber die Technologien haben sich nun so weit entwickelt, dass es auch für kleinere Entwickler möglich ist, für beide Platformen zu entwickeln, ohne die ganze Arbeit zweimal machen zu müssen.

Jan Schlink (metaio GmbH): Unsere eigene App „junaio“ versteht sich einerseits als Plattform (Open API) für an Augmented Reality interessierte Entwickler. Wir müssen zwingend auf iOs und Android vertreten sein, da unsere zweite Zielgruppe, die Smartphone-Besitzer, hier am besten zu erreichen ist. Und nur mit wachsender Reichweite können wir uns als AR Browser etablieren. Desweiteren vertreiben wir ein SDK, mit dem man kommerzielle Apps für Android, iOS und Symbian entwicklen kann. Auch das Entwicklerkit ist selbstverständlich für Android / Honeycomb erhältlich.

Johannes Borchardt (ANDLABS GbR): ANDLABS fährt zweigleisig. Wir sind auf Android spezialisiert und setzen sowohl eigene Projekte als auch Aufträge für Dritte um. Damit verlieren wir nie den Kontakt zu den Endnutzern und halten eine große Lernkurve aufrecht. Bei den meisten unserer Apps setzen wir auf Werbeunterstützung.

Tim Messerschmidt (Messerschmidt IT): Zur Zeit arbeite ich für andere Unternehmen als Auftragsentwickler. Gerade seit der zweiten Hälfte 2010 gibt es einen enormen Anstieg bei der Anzahl von Aufträgen, welcher beweist, dass Android inzwischen in vielen Unternehmen angekommen ist.

Jörg Bredlau (Opitz Consulting Essen GmbH): ): OPITZ CONSULTING ist führender Projektspezialist für ganzheitliche IT-Lösungen zur Wertsteigerung von Unternehmen. Mobile Lösungen zählen ebenfalls zu unserem Leistungsportfolio, da aus der Kopplung von Geschäftsprozessen mit mobilen Devices zahlreiche Vorteile wie
etwa Flexibilität und Ortsunabhängigkeit hervorgehen. Diesen Mehrwert möchten auch unsere Kunden nutzen und ihre Geschäftsfelder entsprechend in diese Richtung erweitern, um Business und IT miteinander in Einklang zu bringen.

Durch die Erfahrung, die OPITZ CONSULTING im Projektmanagement und in der Methodenkompetenz vorweisen kann, unterstützen wir unsere Kunden bei der Implementierung ganzheitlicher mobiler Lösungen. Wir bieten dabei Strategieberatungen bei der Integration von mobilen Anwendungen an, unterstützen bei der Einführung von geeigneten Backend-Architekturen, sowie der Implementierung von Cross-Plattform-Applications.

Viele Unternehmen in dem Umfeld beschränken sich auf die reine Entwicklung von Applikationen, geben aber keine Antworten auf die Anbindung der mobilen Anwendungen in die vorhandenen Unternehmensstrukturen. Hier können wir durch unsere langjährige Expertise im SOA-, BPM und BI-Umfeld eine Integration in die IT-Landschaft des Unternehmens anbieten, indem wir die Unternehmensprozesse mit den Vorteilen der mobilen Welt verbinden.

Arno Becker (visionera GmbH): Die visionera GmbH, bekannt durch das Buch „Android 2 – Grundlagen und Programmierung“, setzt voll auf moderne und etablierte Methoden der Softwareentwicklung. Durch den Einsatz automatischer Codegeneratoren und einer umfangreichen Modulbibliothek sind wir in der Lage, sehr schnell stabilen und getesteten Programmcode zu erzeugen. Dadurch werden professionell erzeugte Apps für Kunden bezahlbar. Insbesondere im Businessbereich lassen sich hier große Einsparungen erzielen, die wir an die Kunden weitergeben. Neben der App-Entwicklung bieten wir Android-Schulungen (In-House und öffentliche) und jede Form der Unterstützung von kundeneigenen Android-Projekten an. Weiterhin nutzen wir Android-Geräte als Messgeräte über ihre USB- und Bluetooth-Schnittstelle.

Im nächsten Teil der Serie geht es um Qualitätssicherung: Die Offenheit des Android-Marktes bringt es mit sich, dass – anders als etwa bei Apples App-Store – keine zentrale Instanz der Qualitätssicherung besteht. Problem oder Segen für Android-Unternehmen?

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