Minecraft als Nachwuchs-Magnet für die Java-Entwicklung

Eric Herrmann

Minecraft ist eines der bemerkenswertesten Phänomene, die im Schoße der Java-Programmiersprache entstanden sind: Ein Schwede aus einfachen Verhältnissen wird binnen weniger Wochen zum Multimillionär mit seinem innovativen Spielkonzept und einer genialen Open-World-Mechanik, die Spieler rund um den Globus in den Bann zieht.

Das Aussehen dieser Spielwelt lässt sich über Modifikationen (Mods) beeinflussen, die ihrerseits in Java geschrieben und mit zugehörigen Tools paketiert werden müssen. Doch das überfordert die oftmals nur zehn bis vierzehn Jahre alten Spieler. Und das muss aber nicht so sein.

Arun Gupta, Java-Evangelist bei Oracle, sah seinem Sohn lange genug beim bloßen Minecraft-Spielen zu. Doch wollte er dies ändern. Der Junior sollte mehr als nur die bestehenden Mods nutzen können, und stattdessen eigene Ideen umzusetzen lernen.

Also startete Gupta einen Workshop, lud zehn Kinder zwischen zehn und vierzehn Jahren ein, und zeigte ihnen, wie Java funktioniert. Da die Junioren auch noch in Konzepte objektorientierter Programmierung eingeführt werden mussten, ließ er sich für den fünfstündigen Kurs kindgerechte Beispiele einfallen.

Falls Sie die Idee unterstützen wollen, und einen Kurs dieser Art auch in einer Java User Group in Ihrer Nähe umsetzen wollen, könnten Sie sich ein Beispiel an den Materialien nehmen, die Gupta erstellt hat.

Auch für den Profi-Alltag der Großen hat Gupta eine Erfahrung mitgenommen: Das Setup eines Entwicklungs-Systems ist noch nicht so simpel, wie es sein könnte. Ihm stieß es jedes Mal auf, die JAVA_HOME-Variable in Maven setzen zu müssen, anstatt dass das Build Tool sich diese selbst sucht. Da kann man mal sehen, wie auch die Lehrer von so einer Veranstaltung noch etwas lernen können.

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Eric Herrmann
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